Köln - In den Kitas der Stadt Köln bleibt die Lage angespannt: zu wenig Personal und zu viele Ausfälle. Für viele Einrichtungen wird der Alltag dadurch zur echten Herausforderung.
Wie die Stadt Köln auf eine Anfrage der Linken mitgeteilt hat, sind aktuell rund 170 Stellen in den etwa 700 Kitas der Stadt Köln unbesetzt. Zusätzlich fallen aktuell etwa zwölf Prozent der Beschäftigten krankheitsbedingt aus.
Besonders kritisch sei die Situation bei den Leitungspositionen und deren Vertretungen. Genau dort fehle es vielerorts an qualifiziertem Personal, was die Organisation in den Einrichtungen zusätzlich erschwert.
Die Folgen spüren auch die Familien ganz direkt: In einigen Kitas müssen Angebote eingeschränkt werden oder es kommt kurzfristig zu Änderungen bei der Betreuung.
Um die größten Lücken irgendwie aufzufangen, setzt die Stadt schon länger sogenannte Springerkräfte ein. Diese sollen dort helfen, wo es gerade brennt.
Schon 2020 war die Personalsituation in den Kölner Kitas angespannt. Damals galt der Fachkräftemangel bereits als Dauerproblem, verschärft durch die Corona-Pandemie und wachsende Betreuungsbedarfe.
Allerdings hat sich die Lage seitdem weiter zugespitzt: Während der Ausbau von Kita-Plätzen vorangetrieben wurde, blieb die Gewinnung neuer Fachkräfte zurück. Die neuen Zahlen zeigen, dass ein Ende der Personalnot weiterhin nicht in Sicht ist.