Nach Todes-Drama in Crans-Montana: Behörden wollen Katastrophe in Köln verhindern

Von Jonas-Erik Schmidt

Köln - Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana richtet Köln an den Karnevalstagen ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit in den Gaststätten.

In der Silvesternacht starben in einer Bar in Crans-Montana mehr als 40 Menschen.  © Cyril Zingaro/KEYSTONE/dpa

Man habe in Gesprächen mit Verbandsvertretern und Gastronomen noch einmal auf die Umstände hingewiesen, die zu dem Unglück in der Schweiz mit 41 Brandopfern geführt hätten, teilte das Kölner Ordnungsamt mit.

Der Höhepunkt der Karnevalszeit beginnt in Köln an Weiberfastnacht (12. Februar). Hunderttausende Menschen werden dann auf den Beinen sein. Party-Hotspots auf den Straßen und in den Kneipen sind Jahr für Jahr rasch proppenvoll.

Um den Ansturm zu bewältigen, schickt das Ordnungsamt bis zu 400 Mitarbeitende und rund 2600 Sicherheitskräfte von externen Dienstleistern in den Einsatz.

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Die Polizei setzt bis zu 1500 zusätzliche Beamte ein. Zuletzt hatte es in Köln eine Debatte um Worte von Oberbürgermeister Torsten Burmester (63, SPD) gegeben. Er hatte gesagt, dass man Feierlichkeiten nicht in eine "Ballermannisierung laufen lassen" dürfe.

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Kölner Ordnungsamt schärft die Sinne

Eine Tragödie wie in der Schweiz will man in Kölner Gaststätten in Zeiten des Karnevals um jeden Preis verhindern.  © Thomas Banneyer/dpa

Mit dem Feuer in Crans-Montana, bei dem in einer Bar funkensprühende Partyfontänen in der Neujahrsnacht einen Brand auslösten, habe das Thema Sicherheit in Gaststätten "noch mal eine ganz besondere Bedeutung bekommen", sagte Ordnungsamtsleiter Dirk Käsbach.

Es sei ohnehin schon immer Teil der Arbeit der Sicherheitsbehörden gewesen - aber es sei auch deutlich geworden, was passieren könne, wenn notwendige Sicherheitsmaßnahmen ausblieben.

Es sei beispielsweise "keine bloße Schikane", wenn leicht entflammbare Materialien in Gaststätten verboten seien. Das betreffe - gerade an Karneval - auch Dekoration, sagte Käsbach. Auch ein verschlossener Rettungsausgang sei "kein Kavaliersdelikt".

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Das Kölner Ordnungsamt kündigte dazu Kontrollen und auch "präventive Ansprachen" an.

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