Neuer Drogenkonsum-Raum in Köln-Kalk: Eröffnung stößt auf Kritik

Köln - In Köln-Kalk hat am Dienstag (26. Mai) ein neues Hilfsangebot für drogenkranke Menschen seine Türen geöffnet: Ab sofort gibt es dort erstmals einen Drogenkonsumraum.

Ähnlich wie in diesem Drogenkonsumraum am Neumarkt in Köln stellt auch das neue Hilfsangebot in Köln-Kalk zwei hygienisch ausgestattete Konsumräume zur Verfügung.  © Stadt Köln

Betroffene sollen hier unter sicheren und betreuten Bedingungen ihre Substanzen konsumieren können. Das Projekt wird vom Verein Vision e.V. betrieben.

Die Stadt Köln unterstützt das Angebot finanziell und übernimmt unter anderem die Mietkosten. Allerdings ist der Aufenthalt aktuell noch stark begrenzt: Nach dem Konsum müssen die Besucher die Einrichtung wieder verlassen.

Das soll sich aber schrittweise ändern.

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Geplant sind zusätzliche Aufenthaltsbereiche, sanitäre Angebote und langfristig sogar ein umfassendes Suchthilfezentrum.

Auch die Öffnungszeiten (aktuell Montag bis Freitag, 12 bis 18 Uhr) sollen nach und nach ausgeweitet werden.

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Drogenkonsum-Raum: Bürger-Initiativen äußern Ärger an Umsetzung

Die Interessengemeinschaft Pantaleonsviertel befürchtet, dass es rund um den neuen Konsumraum vermehrt zu kleinteiligem Drogenhandel kommen könnte. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Ganz ohne Kritik läuft der Start des neuen Projektes allerdings nicht. Das Bündnis "Südi bleibt solidarisch" wirft der Stadt Köln vor, die Betriebserlaubnis für den Konsumraum über Monate zu spät beantragt zu haben.

Solche Verzögerungen dürften sich bei künftigen Projekten - etwa dem bereits beschlossenen Suchthilfezentrum am Perlengraben - nicht wiederholen, heißt es aus dem Bündnis.

Ganz ähnlich sieht das auch die Interessengemeinschaft Pantaleonsviertel. Zwar begrüße man grundsätzlich Hilfsangebote für Suchtkranke, dennoch zeige der Fall wie schwerfällig die Stadt Köln bei der Umsetzung politischer Beschlüsse agiere.

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Besonders im Umfeld befürchte man zudem Probleme durch sogenannten "Mikrohandel" mit Drogen.

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