Köln – Wegen der angespannten Finanzlage zieht die Stadt Köln die Reißleine und schafft eine Leistungsprämie für ihre Beamten ab.
Ab 2027 sollen rund 4500 bis 4800 verbeamtete Beschäftigte leer ausgehen. Das berichtet der Kölner Stadtanzeiger.
Bislang zahlte die Stadt dafür jedes Jahr rund fünf Millionen Euro aus, was im Schnitt etwa 1000 Euro pro Person entspricht. Mit dem Schritt soll nun Geld gespart werden.
Die Entscheidung sei "ausschließlich vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage" getroffen worden und daher "ausdrücklich keine Bewertung der Leistungen der Beamten und Beamtinnen".
Beim Gesamtpersonalrat kommt das gar nicht gut an. Der Entschluss sei "ein schwerer Schlag" für die verbeamteten Mitarbeiter und sende ein "fatales Signal" an diejenigen, die täglich "den Laden am Laufen halten", so die Vorsitzende Janine Pollex.
Ganz anders bewertet der Bund der Steuerzahler NRW die Maßnahme. Vize-Vorsitzender Eberhard Kanski verweist auf das enorme Haushaltsloch der Stadt. Wenn den Kölnern in Bereichen wie Sport, Kultur oder Soziales Einschnitte bevorstünden, müsse auch die Verwaltung ihren Beitrag leisten.
Tarifbeschäftigte sind von der Kürzung vorerst nicht betroffen. Für sie soll es stattdessen künftig ein neues Anreizsystem geben. Wie das genau aussehen soll, ist bislang offen.