Köln - Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe in Köln-Lindenthal steht jetzt fest, wann die Evakuierung starten soll. Tausende Menschen müssen am Montag (11. Mai) ihre Wohnungen verlassen.
Wie die Stadt Köln mitteilt, beginnt die Evakuierung am Montag ab 9 Uhr. Betroffen sind rund 4100 Menschen innerhalb eines 500-Meter-Radius rund um den Fundort im Bereich "Am Mönchshof".
Dort war am Freitag bei Bauarbeiten eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe mit Heckaufschlagzünder entdeckt worden.
Auch das St.-Elisabeth-Krankenhaus Hohenlind liegt im Gefahrenbereich und muss evakuiert werden. Dafür bleibt die Kitschburger Straße zwischen Dürener Straße und Friedrich-Schmidt-Straße am Montag weiterhin voll gesperrt.
Die Feuerwehr richtet dort einen Rettungsmittelhalteplatz für die Krankentransporte ein.
Zudem bleiben am Montag sämtliche Schulen und Kitas innerhalb der Sperrzone geschlossen. Eltern sollen sich laut Stadt frühzeitig darauf einstellen.
Diese KVB-Linien sind am Montag betroffen
Wegen der Bombenentschärfung kommt es auch zu Änderungen bei der KVB. Die Linie 136 wird ab "Dürener Straße/Gürtel" über Lindenthalgürtel, Gleueler Straße und Militärringstraße in Richtung Else-Lang-Straße umgeleitet. Fahrten, die normalerweise nur bis zum St.-Elisabeth-Krankenhaus fahren, enden stattdessen an der Haltestelle "Deckstein".
Auch die Linie 7 ist betroffen: Aus Richtung Porz fährt sie zunächst regulär bis "Dürener Straße/Gürtel" und wird anschließend zum Hermeskeiler Platz nach Sülz umgeleitet. Aus Richtung Frechen pendelt die Bahn nur zwischen "Frechen" und "Stüttgenhof".
Für betroffene Anwohner wird ab 9 Uhr eine Anlaufstelle in der Theodor-Heuss-Realschule an der Euskirchener Straße in Köln-Sülz eingerichtet. Dort fällt deshalb ebenfalls der Unterricht aus.
Erstmeldung am 9. Mai um 7.43 Uhr, Update am 10. Mai um 7.28 Uhr.