NRW-Kommunen immer tiefer in der Kreide: Hier ist die Verschuldung am drastischsten

Von Helge Toben

Düsseldorf - Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben im vergangenen Jahr ihren Schuldenberg weiter erhöht.

Die Kommunen in NRW haben einen Schuldenberg in Höhe von 64,1 Milliarden Euro angehäuft. (Symbolbild)  © Monika Skolimowska/dpa

Die kommunale Verschuldung stieg 2025 in den sogenannten Kernhaushalten um 15,7 Prozent auf 64,1 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt in Düsseldorf berichtete. Dies sei der höchste Anstieg seit 2017.

Bei gut 18 Millionen Bewohnerinnen und Bewohnern bedeutet dies eine Pro-Kopf-Verschuldung von landesweit 3561 Euro (2024: 3076 Euro). In NRW gibt es 396 Städte und Gemeinden sowie 31 Kreise.

Zuwächse habe es sowohl bei den Liquiditätskrediten, die kurzfristige Engpässe im Haushalt überbrücken sollen, als auch bei den Investitionskrediten gegeben, mit denen Infrastruktur wie Gebäude und Straßen finanziert wird.

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So hatten die Kommunen Ende 2025 Liquiditätskredite in Höhe von 27,6 Milliarden Euro, 17,6 Prozent mehr als 2024. Die Trendumkehr seit 2024 setze sich damit fort, erklärte die Statistikbehörde. "In den Jahren 2017 bis 2023 waren die Liquiditätskredite kontinuierlich gesunken."

Bei den Investitionskrediten hatte es seit 2018 dagegen ständig Zuwächse gegeben. 2025 beliefen sie sich auf 36,6 Milliarden Euro, 14,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Mülheim/Ruhr hat höchste Pro-Kopf-Verschuldung

Unter den kreisfreien Städten hatte Mülheim an der Ruhr mit rund 10.700 Euro je Einwohner die höchste Pro-Kopf-Verschuldung.

Es folgen Oberhausen (10.320 Euro), Bonn (8024 Euro), Remscheid (7857 Euro) und Leverkusen mit rund 6938 Euro pro Kopf. Auf Kreisebene wies der Kreis Mettmann mit 4478 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung auf.

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