Obwohl man in Zukunft Eintritt zahlen muss: Darum kommt NRW-Politiker kostenlos in den Kölner Dom

Von Oliver Auster

Düsseldorf - NRW-Europaminister Nathanael Liminski (40, CDU) hat Glück - er kommt auch weiterhin kostenlos in den Kölner Dom. Liminski ist Mitglied im Dombauverein und damit vom geplanten Eintrittsgeld ausgenommen.

NRW-Europaminister Nathanael Liminski (40, CDU) darf den Kölner Dom weiterhin ohne Eintritt betreten.
NRW-Europaminister Nathanael Liminski (40, CDU) darf den Kölner Dom weiterhin ohne Eintritt betreten.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Im Podcast "Apokalypse und Filterkaffee" scherzte Liminski: "Es muss ja auch irgendwas Gutes haben, wenn man bekanntermaßen katholisch ist."

Zumindest habe seine Kirche dazugelernt, sagte Liminski zu Moderatorin Yasmine M'Barek: "Mit dem Ablasshandel hat man seinerzeit den Bau des Petersdoms gefördert. Heute ist man ehrlich, kürzt das ab und sagt: Wir brauchen das, um den Dom zu erhalten."

Spannend finde er die Regelung, dass Gottesdienstbesucher und Betende ebenfalls vom Eintritt ausgenommen werden sollen: "Das gibt mir Hoffnung, dass die Besuchszahlen bei Gottesdiensten im Dom rasant steigen werden."

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Liminski sagte ganz ohne Ironie, dass es ihm einerseits widerstrebe, wenn Eintritt für ein Gotteshaus verlangt werde - andererseits habe man sich das sicher gut überlegt. Der Eintritt schärfe das Bewusstsein, was der Erhalt eines solchen Sandsteinbaus koste.

Liminski bei Eintrittsgeld zwiegespalten

Das Domkapitel hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass der Besuch des Innenraums ab Juli Eintritt kosten wird. Zur Höhe wurde noch nichts gesagt.

Der Kölner Dom wird jährlich von rund sechs Millionen Menschen besucht, die meisten davon sind Touristen.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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