Köln - Die Domstadt bleibt queer! Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am Donnerstag (17. September) die Förderung von Projekten beschlossen, die zum Abbau von Diskriminierung und Gewalt gegenüber der LGBTQ-Bewegung beitragen.
Insgesamt werden im Rahmen des Programms 70.000 Euro für 14 vielfältige Projekte zur Gewaltprävention zur Verfügung gestellt, wie die Stadtverwaltung am Freitag berichtet.
"Die Stadt Köln positioniert sich entschieden gegen jede Form queerfeindlicher Gewalt", heißt es dazu aus dem Rathaus.
Zumal der Schutz vor Ausgrenzung der LGBTQ-Community eine "gesamtgesellschaftliche Aufgabe" sei, die gezielt mit Strategien und Maßnahmen angegangen werden müsse.
Gefördert werden daher Projekte in unterschiedlichen Themenbereichen, unter anderem in der Schule, bei Workshops und bei Fortbildungen für Lehrkräfte.
Studien und Untersuchungen zeigen Anstieg queerfeindlicher Straftaten
"Weitere Projekte hinterfragen traditionelle und patriarchale Rollenbilder oder widmen sich der Begegnung und Beratung. Gefördert werden auch die Realisierung von geschützten Räumen für queere Seniorinnen und Senioren und Betreuungsangebote für queere Geflüchtete", betont die Stadt.
Ergänzt wird das Angebot zudem unter anderem auch durch queere Stadtführungen, Foren gegen religiöse Queerfeindlichkeit, Aufklärung über Aromantik und Asexualität sowie gesundheitsorientierte Workshops und präventive Selbstverteidigungskurse.
Dass diese Projekte noch immer nötig sind, zeigt ein Blick in die Zahlen: Unterschiedliche Studien und Untersuchungen würden laut Stadt einen Anstieg queerfeindlicher Straftaten in den vergangenen Jahren belegen. Trauriger Höhepunkt dabei war der tödliche Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin im Juli.
Das gilt auch für Köln, wie das 2024 veröffentlichte dritte Kölner Diskriminierungsmonitoring zeigt.