Radfahrer raus! Neues Gesetz soll Drahtesel-Spaß im Wald deutlich einschränken

Von Volker Danisch

Düsseldorf - Das Radfahren im Wald soll in Nordrhein-Westfalen künftig nur auf Fahrwegen oder klar gekennzeichneten Trails erlaubt sein.

Das Radfahren im Wald soll in NRW stärker reglementiert werden. (Symbolbild)  © Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

Das sehe ein Gesetzentwurf der Landesregierung vor, zu dem Verbände in den kommenden Wochen Stellung nehmen könnten, sagte ein Sprecher des NRW-Landwirtschaftsministeriums. Für die Anlage von Trails soll demnach die Zustimmung des jeweiligen Waldbesitzers erforderlich sein.

Das Radfahren im Wald solle stärker reglementiert werden zum Schutz der Natur. Das Befahren des Waldes mit Motorrädern, Mofas, Pedelecs und E-Scootern solle künftig sogar ausgeschlossen werden.

Der Gesetzentwurf sehe auch erweiterte Möglichkeiten der Verhängung von Bußgeldern und Betretungsverboten vor, wenn man sich nicht an die Vorgaben halte.

Köln In NRW: Zahl der Arbeitslosen steigt, Lage auf Ausbildungsmarkt historisch mies

"Ein sehr großer Teil der Freizeitnutzenden auf zwei Rädern verhält sich vorbildlich im Wald. Es gibt leider aber noch Einzelfälle, die für Schäden an Natur und Tieren im Wald sorgen", hieß es.

"Wir erleben, dass Chaoten im Wald Schäden anrichten", sagte der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums. Im Fokus stehe bei der stärkeren Reglementierung ein aktiver Schutz des Waldbodens.

Anzeige

Wald als Ort der Erholung und Freizeit

Nach dem neuen Gesetzentwurf dürfen im Wald in Zukunft nur noch breite Forstwege mit dem Fahrrad befahren werden.  © Christoph Schmidt/dpa

Der Wald solle auch in Zukunft mit seinen Schutz- und Nutzfunktionen für alle nutzbar bleiben. Dazu gehört seine Funktion als Ort der Erholung und Freizeit.

Auch das Radfahren im Wald werde nach mit dem Gesetzentwurf weiter dazugehören – aber bitte nur auf den erlaubten Wegen, die mit dem Waldbesitzer abgestimmt seien, unterstrich der Ministeriumssprecher.

Der WDR hatte über die geplanten strengeren Regeln und eine erste Reaktion des Deutschen Interessenverbandes Mountainbike (DIMB) berichtet.

Köln Syrische Regierung bestätigt: Vermisste deutsche Journalistin lebt noch, ist aber in Haft

Die geplante Änderung in NRW sei gegenüber der bisherigen Regelung eine deutliche Einschränkung des zulässigen Radfahrens im Wald.

In der Praxis seien dadurch vor allem schmälere Wege zum Radfahren verboten, sodass faktisch nur noch breite Forstwege offiziell befahren werden dürften, hieß es dazu.

Mehr zum Thema Köln: