Virologe Streeck: Sein Herz gehört einem Mann und der Musik

Köln/Bonn – Das Coronavirus machte den Bonner Virologen Hendrik Streeck (43) bundesweit bekannt. Doch über sein Privatleben war bisher recht wenig bekannt.

Der Virologe Hendrik Streeck (43) bei einem Ortstermin in Gangelt/NRW.
Der Virologe Hendrik Streeck (43) bei einem Ortstermin in Gangelt/NRW.  © Federico Gambarini/dpa

Der Wissenschaftler war am Freitagabend in der WDR-Talkshow "Kölner Treff" zu Gast und zeigte sich dabei von seiner privaten Seite.

Im Gespräch mit Moderatorin Bettina Böttinger (64) erfuhren die Zuschauer mehr über den Menschen Hendrik Streeck.

Streeck arbeitet in Bonn und lebt dort auch - zusammen mit seinem Ehemann. Das Paar hat zu Ostern "Nachwuchs" in Form eines Hundewelpens bekommen.

"Zu Hause hole ich mir die Kraft - von ihm oder unserem Hund", erzählte der 43-Jährige. Um das Tier kümmern sich beide. Zwar sei sein Mann derzeit im Home-Office und verbringe daher mehr Zeit mit dem kleinen Hund. 

Er selbst habe den Welpen aber auch mal für eine Woche mit ins Büro genommen. Die gemeinsamen Spaziergänge nutze er gern für Telefonate.

So gefragt Streeck inzwischen als Virologe ist, hätte seine Karriere auch ganz anders verlaufen können. "Ich hatte immer zwei Seelen in meiner Brust", beschreibt der Bonner seine Leidenschaft für die Wissenschaft einerseits, aber auch für die Musik.

Warum sich Streeck gegen die Musik und für die Medizin entschied

Professor Hendrik Streeck ist Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn.
Professor Hendrik Streeck ist Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn.  © Federico Gambarini/dpa

Schon als Kind waren bei Streeck beide Interessen ausgeprägt. Er steuerte dazu die lustige Anekdote bei, dass er den Großvater um dessen Skelett nach dem Tod gefragt habe, um dieses studieren zu können. Sein Opa habe als Chirurg humorvoll auf diese Idee reagiert.

Gleichzeitig lernte Streeck aber auch Cello und Saxofon. In der Oberstufe komponierte er eigene Stücke, die auch aufgeführt wurden. Nachdem er für den Bayerischen Rundfunk dreimal die Musik für Filme beigesteuert hatte, wollte er Filmkomponist werden. 

Damals, also 1996/97, habe man dieses Fach aber nicht studieren können. Stattdessen entschied er sich für Musikwissenschaften und BWL, brach das recht theoretische Studium aber nach einem Jahr ab. 

Danach widmete er sich der Medizin und später seiner Karriere als Virologe. Mit knapp 30 Jahren legte er seine Dissertation ab. 

Seit Oktober 2019 ist Streeck für Virologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Bonn und dort der Nachfolger von Christian Drosten.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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