Eier kochen: So gelingt Euch das perfekte Frühstücksei

Ratgeber - Eier kochen mag sich im ersten Moment so einfach anhören, doch steckt dahinter eine kleine Wissenschaft. Zum einen haben viele eine sehr genaue Vorstellung davon, welche Konsistenz das perfekt gekochte Ei aufweisen soll. Zum anderen ist die Garzeit von mehreren Faktoren abhängig.

In diesem Ratgeber erfahrt Ihr, was bei der Zubereitung des perfekten Frühstückseis zu beachten ist.

Das perfekte Frühstücksei sieht für jeden ein bisschen anders aus: Die einen mögen's weicher, die anderen lieber länger gekocht.
Das perfekte Frühstücksei sieht für jeden ein bisschen anders aus: Die einen mögen's weicher, die anderen lieber länger gekocht.  © 123RF/ockra

Eier kochen kann grundsätzlich einmal jeder. Zumindest wenn er oder sie neben dem "Wie lange?" noch ein paar weitere Dinge berücksichtigt. 

Dazu zählt die Wassertemperatur, die Größe des Eis oder der Umgang mit den Eiern nach dem Kochen. 

Wer hier einige grundlegende Zusammenhänge kennt, wird sich zukünftig nicht mehr über zu weiche, zu harte oder aufgeplatzte Eier ärgern. 

Folgende Tipps & Tricks solltet Ihr daher beachten, wenn die Zubereitung vom Frühstücksei zukünftig auf Anhieb klappen soll. 

Wie lange müssen Eier kochen?

Das ist wohl DIE Frage schlechthin, die am meisten gestellt wird. Die Antwort darauf, ist leider denkbar vage. Denn: Es kommt darauf an.

Zunächst muss geklärt werden, welche Konsistenz das Eigelb und Eiweiß im Inneren haben sollen. 

Hierzu haben sich die folgenden Faustregeln für Eier der Größe "M" etabliert:

Das 3-Minuten-Ei: Eigelb ist flüssig, Eiweiß ist teilweise flüssig

Das 5-Minuten-Ei: Eigelb ist weich, Eiweiß ist leicht weich, mitunter noch etwas flüssig

Das 7-Minuten-Ei: Eigelb ist wachsweich, Eiweiß ist fest

Das 9-Minuten-Ei: Eigelb ist cremig bis mittelhart, Eiweiß ist fest

Das 11-Minuten-Ei: Eigelb ist sehr fest und krümelig, Eiweiß ist fest

Bei den meisten beliebt sind das 5-Minuten- sowie das 7-Minuten-Ei. 

Jedes Ei verhält sich etwas anders, wenn es ans Kochen geht. Das hat mit der Größe, dem Gewicht und der Temperatur der Eier zu tun.
Jedes Ei verhält sich etwas anders, wenn es ans Kochen geht. Das hat mit der Größe, dem Gewicht und der Temperatur der Eier zu tun.  © Unsplash/Tengyart

Was beeinflusst die Kochzeit der Eier?

Ei ist nicht gleich Ei. Vor allem wenn es darum geht, die ideale Gardauer zu ermitteln. Denn das Gewicht, die Größe und nicht zuletzt die Temperatur spielen eine entscheidende Rolle. 

Wer also mehrere Eier kochen möchte, sollte am besten alle derselben Größe bzw. aus demselben Karton verwenden. Nur auf diese Weise kommt man letztlich zu einem einheitlichen Ergebnis. 

Das sollte man beim Eier kochen beachten:

1. Kommen Eier direkt aus dem Kühlschrank, benötigen sie einige Sekunden bis zu einer Minute länger im Wasser. Wer sich gerne an eine genaue Minutenzahl hält, sollte daher die Eier am besten schon eine halbe Stunde vor dem Kochen aus dem Kühlschrank nehmen und sich auf Zimmertemperatur erwärmen lassen.

2. Wirken Eier der Größe "M" verdächtig groß? Auch dann sollte man diese Exemplare ebenfalls ein paar Sekunden länger im Kochwasser lassen. Während sich bei Eiern der Größe "L" die Kochzeit um 25 bis 50 Sekunden verlängert, verkürzt sie sich bei kleinen Eiern der Größe "S" um dieselbe Zeit. 

3. Es macht einen Unterschied, ob sich ein Ei oder sieben im Kochwasser befinden. Je mehr Eier sich in einem Topf tummeln, desto mehr kühlen sie zunächst das Wasser ab. Bei mehreren Eiern im Topf sollte man die Kochzeit ebenfalls um einige Sekunden verlängern.

Sollten Eier in kochendes oder kaltes Wasser gegeben werden?

Um Energie zu sparen, legen manche Menschen die Eier gerne ins noch kalte Wasser. 

Wer Eier auf diese Weise kocht, muss mit einem sehr ungenauen Ergebnis rechnen. Denn da das Wasser je nach Anzahl der Eier im Topf länger zum Erhitzen braucht, lässt sich nicht sagen, in welchem Garzustand sich Eiweiß und Dotter im Inneren befinden. 

Wer sein Frühstücksei gerne sehr weich oder wachsweich ist, sollte die Eier immer erst dann vorsichtig ins Wasser geben, wenn dieses bereits sprudelnd kocht. 

Eier abschrecken - ja oder nein?

Immer noch gibt es Diskussionen darüber, ob Eier nach dem Kochen abgeschreckt werden sollten oder nicht. 

Früher war man der Ansicht, dass sich durch das sofortige Abkühlen der noch heißen Eier mit kaltem Wasser die Schale leichter lösen ließe. Wie leicht sich die Schale jedoch entfernen lässt, hängt mit dem Alter der Eier zusammen und lässt sich nicht durch große Temperaturunterschiede beeinflussen.

Dennoch ergibt das Abschrecken vor allem bei weichen Eiern durchaus Sinn. Durch das sofortige Abkühlen mit kaltem Wasser wird der Garprozess augenblicklich gestoppt. So bleibt das Eigelb weiter flüssig und härtet nicht nach. 

Bei hart gekochten Eiern, die möglicherweise noch länger gelagert werden sollen, sollte man hingegen auf das Abschrecken verzichten.

So verhindert man, dass die Eier platzen

Hin und wieder kommt es vor, dass ein Ei im Kochwasser platzt. Das ist jedoch ganz normal.
Hin und wieder kommt es vor, dass ein Ei im Kochwasser platzt. Das ist jedoch ganz normal.  © Unsplash/Krisztina Papp

Um Eier am Platzen zu hindern, empfehlen viele Menschen, die Eier vor dem Kochen anzustechen. Auf diese Weise soll die kleine Luftblase entweichen können, die sich direkt unter der Schale an der stumpfen Eierseite befindet.

Doch mittlerweile wurde diese Behauptung widerlegt. In der Summe macht es keinen signifikanten Unterschied, ob ein Ei angestochen wurde oder nicht. Im Gegenteil: Etwa jedes zehnte Ei, egal, ob es angepikst wurde oder nicht, platzt beim Kochen auf.

Wenn die Eierschale dennoch im Wasser bricht, dann hat dies vor allem mit Mikrorissen zu tun, die durch das Erhitzen zustande kommen oder verstärkt wurden. 

Dennoch kann man mit einem Schuss Essig im Kochwasser dafür sorgen, dass das Eiweiß beim Aufplatzen schneller gerinnt und der Schaden überschaubar bleibt. 

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Wie lange sind gekochte Eier haltbar?

Hartgekochte Eier halten sich bei richtiger Lagerung für mehrere Wochen und sogar Monate. 

Wichtig ist nur, dass das Innere gut vor Keimen geschützt ist.

Hartgekochte Eier sollten aus diesem Grund an einem kühlen Ort, z.B. im Kühlschrank, aufbewahrt werden. Damit die Schale unverletzt bleibt, sollten hartgekochte Eier nicht abgeschreckt werden. Andernfalls kann es durch den plötzlichen Temperaturunterschied zu feinen Rissen in der Eierschale kommen, durch die Keime eindringen können. Dadurch verkürzt sich die Haltbarkeit der Eier erheblich.

Demnach sollten auch Eier, die nach dem Kochen bereits Risse aufweisen, besser sofort verzehrt anstatt noch länger als nötig gelagert werden. 

In dem folgenden Video wird noch einmal anschaulich erklärt, was beim Eier kochen zu beachten ist:

Wie man sieht, ist Eier zu kochen zwar kein Hexenwerk. Dennoch sollte man sich bei der Zubereitung des perfekten Frühstückseis vorher ein paar Gedanken zur Größe, dem Gewicht und der Temperatur der Eier machen. Mit der Kochzeit, die sich dabei ergibt, kommt man aber mit großer Gewissheit an die gewünschte Konsistenz heran. 

TAG24 wünscht guten Appetit!

Titelfoto: 123RF/ockra

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