3,80 Euro für die Einzelfahrt: Ab heute zahlt Ihr mehr für Euer ÖPNV-Ticket

Leipzig - Die Änderungen wurden bereits Anfang des Jahres beschlossen und angekündigt, jetzt sind sie in Kraft getreten: Seit dem heutigen Samstag müsst Ihr für die Nutzung von Bus, Bahn und Tram im Gebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds (MDV) mehr zahlen. Statt 3,60 Euro kostet die Einzelfahrt in Leipzig nun 3,80 Euro.

Seit dem 1. August gelten im Gebiet des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds neue Preise.  © Jan Woitas/dpa

In der Messestadt sollen sich die Preise durchschnittlich um 5,0 Prozent erhöht haben, wie der MDV mitteilte. Betroffen ebenfalls: Die Landkreise Altenburger Land, Leipzig und Nordsachsen, der Burgenlandkreis sowie der Saalekreis, wo die Erhöhung durchschnittlich 5,56 Prozent betrug. Am glimpflichsten kam die Saalestadt Halle mit einer Erhöhung um durchschnittlich 3,2 Prozent davon.

Für die Messestadt heißt das im Klartext:

  • Das Einzelticket steigt von 3,60 Euro auf 3,80 Euro
  • Die Kurzstrecke von 2,40 Euro auf 2,50 Euro
  • Das Kinderticket von 1,60 Euro auf 1,70 Euro
  • Die Wochenkarte von 37,10 Euro auf 40,40 Euro
  • Die Monatskarte von 109,90 Euro auf 119,90 Euro
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Günstiger wird lediglich die 24-Stunden-Karte Plus, die ab sofort 9,70 Euro statt 10,20 Euro kostet und mit der bis zu drei Kinder kostenfrei mitfahren können - im gesamten Verbundgebiet. Das Deutschlandticket bleibt im Preis stabil.

Eine detaillierte Übersicht der neuen Preise findet Ihr unter anderem auf der Website der Leipziger Verkehrsbetriebe unter www.l.de.

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Auch das Deutschlandticket wirkt sich auf die Preisanhebung aus

Mit der Preiserhöhung sollen laut MDV mehrere Herausforderungen gleichzeitig gemeistert werden.  © Elisa Schu/dpa

Die Preiserhöhung soll laut MDV einerseits dazu beitragen, die gestiegenen Betriebskosten insbesondere für Kraftstoffpreise, aber auch tarifliche Lohnsteigerungen oder Kostensteigerungen bei Industriepartnern sowie Dienstleistern aufzufangen - sowie die Fortführung des Deutschlandtickets zu ermöglichen. Gleichzeitig soll damit auch in Zukunft ein zuverlässiges und sicheres Angebot im ÖPNV gewährleistet sowie Investitionen in Fahrzeuge, Infrastruktur und Vertrieb ermöglicht werden.

"Die jüngsten Herausforderungen wie beispielsweise in Leipzig zeigen, wie wichtig regelmäßige Investitionen in einen zukunftsfähigen Nahverkehr sind", hieß es in einer Mitteilung des MDV.

Einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" zufolge habe das Deutschlandticket tatsächlich Auswirkungen auf die Preisanhebung. Demnach sei das Ticket in Leipzig inzwischen das erfolgreichste Angebot. Im Juli hätten dieses 155.000 LVB-Kunden genutzt, während auf alle übrigen Abos zusammen lediglich 62.000 Nutzer entfielen.

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Durch die Nutzung des D-Tickets würden die Verkehrsunternehmen jedoch wichtige Einnahmen aus teureren Abos einbüßen, während Bund und Länder diese nicht vollständig ausglichen. "Regelmäßige Preisanpassungen seien deshalb auch künftig unumgänglich", hieß es in dem Bericht.

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