Abriss im Eiltempo: Vollsperrung auf A14 endet früher als gedacht
Grimma - Die Abbrucharbeiten an der Brücke über die A14 zwischen den Grimmaer Ortschaften Grottewitz und Würschwitz kommen offenbar schneller voran als gedacht. Die seit Freitagabend bestehende Vollsperrung zwischen den Anschlussstellen Grimma und Mutzschen kann voraussichtlich noch im Laufe des heutigen Sonntags aufgehoben werden, teilte die Autobahn GmbH des Bundes am Nachmittag mit.
Bereits zuvor waren umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen durchgeführt worden. Hierzu gehörten etwa die Entfernung des Asphaltbelags, einschließlich der Abdichtung in den Randbereichen des Überbaus sowie erste Erdarbeiten an den Böschungen.
Um den Asphalt der unter der Brücke verlaufenden Fahrbahn vor herabstürzenden Trümmern zu schützen, bedeckten die Teams diese mit einem Sand-Kiespolster, parallel dazu wurden die Betonschutzwände im Mittelstreifen demontiert.
Anschließend startete der eigentliche Rückbau im Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Mithilfe schwerer Abbruchzangen und -hämmer wurden der gesamte Überbau inklusive Geländern und Brückenentwässerung sowie die Mittel- und Randpfeiler vollständig abgetragen.
Nun befinden sich die Arbeiten offenbar bereits auf der Zielgeraden. Ursprünglich hatte die Autobahn GmbH vorgesehen, die wichtige Ost-West-Verbindung erst am Montagmorgen gegen 5 Uhr wieder für den Verkehr freizugeben.
Bauwerk seit Oktober 2025 gesperrt
Die marode Brücke über die A14 war bereits seit dem 29. Oktober 2025 gesperrt.
Zuvor wurden bei einer Sonderprüfung neue und vergrößerte Risse im Material festgestellt, welche die Standsicherheit des Bauwerks gefährdet hatten.
Der Rückbau kostet rund 700.000 Euro. Ein Neubau der Brücke ist aktuell noch in Planung und soll voraussichtlich 2028 begonnen werden.
Bis dahin soll ein Überführungsbauwerk errichtet werden, Kostenpunkt rund drei Millionen Euro.
Titelfoto: Autobahn GmbH/ Lucas Aurich

