"Spielen und kuscheln miteinander": So geht es den beschlagnahmten Tigern von Carmen Zander in Spanien

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Dölzig/Villena - Nach der tödlichen Tiger-Attacke Mitte Mai nahe Leipzig beschlagnahmte das zuständige Landratsamt Nordsachsen am 1. Juni sechs von acht Großkatzen der umstrittenen Raubtier-Dompteurin Carmen Zander (52). Tigermama Saphira wurde mit ihren fünf Kindern in eine Auffangstation nach Spanien gebracht. TAG24 hat bei den Tierschützern von Animal Advocacy and Protection (AAP) nachgefragt, wie es den Raubkatzen dort ergeht.

Die Tiger bei ihrer Ankunft in der Quarantänestation im spanischen Villena.
Die Tiger bei ihrer Ankunft in der Quarantänestation im spanischen Villena.  © PR/AAP

"Die gesamte Gruppe ist aktuell noch zusammen in der Quarantänestation", erklärt
Patrick Müller von AAP. "Dort teilen sie sich drei Gehege, die miteinander verbunden sind."

Wann genau die sächsischen Raubkatzen ihr neues Außenareal endlich erkunden dürfen, sei aktuell noch nicht exakt abzusehen, vermutlich könnte damit jedoch ab Mitte August gerechnet werden.

"Die Mindestzeit in der Quarantäne ist durch internationale Gesetze vorgeschrieben", so Müller. "Bei Tigern beträgt sie 30 Tage. In dieser Zeit soll sichergestellt werden, dass die Tiere körperlich und mental gesund genug sind."

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Die Neuzugänge aus Sachsen seien aber in guter Verfassung und hätten die lange Reise nach Spanien unbeschadet überstanden. "Wie bei allen neuen Tieren bei uns üblich, waren sie am Anfang gestresst", erklärt Müller. Eine neue Umgebung mit unbekannten Sinneseindrücken sei aber insbesondere bei ehemaligen Haustieren oft mit Stress verbunden.

"Mittlerweile hat sich das Blatt jedoch gewendet", gibt der Sprecher der Organisation an. "Die Tiere werden immer selbstsicherer, spielen und kuscheln miteinander. Stress der anderen Gruppenmitglieder wird also aktiv abgebaut."

Kartons sorgen für Abwechslung in der Quarantäne

Das Quarantäne-Gehege wird laut der Tierschutzorganisation täglich gereinigt.
Das Quarantäne-Gehege wird laut der Tierschutzorganisation täglich gereinigt.  © PR/AAP

Zwar sehen die Quarantäne-Gehege recht trostlos aus, dies hat jedoch seine Gründe. "Dadurch, dass sie so häufig gereinigt werden müssen, sind sie auch eher zweckmäßig gehalten", erklärt Müller.

Auch gegen die Langeweile im Quarantäne-Alltag haben sich die Mitarbeiter von AAP etwas einfallen lassen.

"Mittlerweile gibt es verschiedene Beschäftigungsangebote für die Tiere. Beispielsweise wird Futter im Gehege versteckt und muss erspürt werden. Zuletzt durften die Tiger Pappkartons 'zerfleischen'."

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Zum Konzept der Auffangstation gehört es, den Kontakt zwischen Menschen und Tieren so gering wie möglich zu halten. In der Quarantäne werden die Neuankömmlinge rund um die Uhr durch Sicherheitskameras überwacht.

Titelfoto: PR/AAP

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