"Erfüllt nicht alle Anforderungen": Müssen die Gleise am Leipziger Hauptbahnhof nachgebessert werden?
Leipzig - Während der Sommerferien wurden die Gleisanlagen am Hauptbahnhof umfangreich saniert und erneuert. Doch nicht alles lief nach Plan. Es muss nachgebessert werden.
"Bei den regelmäßigen Kontrollen der Bauausführung und Abnahme der Gleisanlagen A und B am Hauptbahnhof stellten die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) gemeinsam mit den Auftragnehmern Qualitätsabweichungen in der Bauausführung fest", erklärte LVB-Pressesprecher Marc Backhaus am Dienstag auf TAG24-Anfrage.
Sorgen machen müssen sich die Fahrgäste aber nicht, denn die Anlage kann sicher befahren werden.
Allerdings würden die Anlagen in dem Zustand, in dem sie gerade sind, nicht die Anforderungen für die geplante Einsatzdauer von bis zu zehn Jahren erfüllen.
Laut Backhaus habe man die Gleise und den Autoverkehr am Montag aber trotzdem wieder freigegeben, um zum Ferienende und Schulstart wieder zum regulären Angebot zurückkehren zu können.
Über die neuen Arbeiten wird im nächsten Jahr bestimmt
Irgendwann wird man aber noch einmal nachbessern müssen. Mit dem Baupartner will man sich über die Maßnahmen zur Fertigstellung abstimmen, damit die Anlage den Belastungen über mehrere Jahre standhalten kann.
Der Pressesprecher kündigte an: "Dies wird im nächsten Jahr erfolgen." Weitere Informationen werden zu gegebener Zeit herausgegeben. Bis dahin wird die Gleisanlage in der Kurt-Schumacher-Straße regelmäßig überwacht.
Die Bauarbeiten wurden am 4. Juli begonnen und endeten planmäßig am 16. August. Parallel werden auch die Trinkwasserleitungen im Bereich der Regionalbushaltestellen an der Ostseite saniert. Das soll noch bis Oktober andauern.
Bis auf Weiteres wird der Busverkehr deswegen umgeleitet. Die Linien 72/73 enden am Hauptbahnhof, Goethestraße Steig J, und fahren an der Ersatzhaltestelle Hauptbahnhof in Höhe Fußgängerüberweg ab.
Die Linie 89 bedient eine Ersatzhaltestelle am Fahrbahnrand in Höhe Westhalle. Die Haltestelle Hauptbahnhof (Steige A-D) kann von der Linie nicht bedient werden.
Titelfoto: Jan Kaefer

