Fast ein Jahr lang Baustelle: An diesem Verkehrsknotenpunkt plant Leipzig die nächsten Arbeiten
Leipzig - Um die Verkehrssicherheit gewährleisten zu können, plant die Stadt Leipzig Umbaumaßnahmen am Torgauer Platz. Ab dem kommenden Jahr soll mit den Bauarbeiten begonnen werden.
Mangelhafte Gleise, hindernisreiche Haltestellen, schlecht befestigte Gehwege und eine für Radfahrer schwierig zu querende Kreuzung: Es sind viele Punkte, die den Umbau des Torgauer Platzes zu rechtfertigen scheinen.
Ziel ist es, die Fahrbahnen, Gehwege und Gleise des Torgauer Platzes sowie der daran angrenzenden Abschnitte der Torgauer Straße und Eisenbahnstraße vollständig zu modernisieren, um so den Straßenbahnbetrieb der Linien 3 und 8 sowie die generelle Verkehrssicherheit auch in Zukunft gewährleisten zu können.
Wie die Stadt Leipzig bekannt gab, wolle man die Gleise bis zur Dornbergstraße zudem so ausbauen, dass auch die neuen, breiteren Straßenbahnen in den Leipziger Osten fahren können.
Um den Verkehr auch für Radfahrer absichern zu können, wolle man sowohl die Torgauer Straße als auch die Eisenbahnstraße auf beiden Seiten um Fahrradstreifen ergänzen.
Zusätzlich sollen eine emissionsarme LED-Straßenbeleuchtung, neue Bäume und Grünflächen sowie ein Trinkbrunnen, eine Mobilitätsstation und mehrere Fahrradbügel installiert werden.
Voraussichtliche Sperrungen
Wie die Stadt mitteilte, müsse der Torgauer Platz während der Maßnahmen vorübergehend vollständig für den Auto-, Bahn- und Busverkehr gesperrt werden.
In dieser Phase wolle man einerseits einen Schienenersatzverkehr einrichten, andererseits soll der Anlieger- und Lieferverkehr unter Baustellenbedingungen gewährleistet bleiben.
Die durch den Umbau entfallenden Parkplätze für den Lieferverkehr sollen in die Torgauer Straße nördlich der Konradstraße verlegt werden.
Der Beginn der Baumaßnahmen sei für März 2027 angesetzt. Mit der Fertigstellung sei allerdings erst Ende Juni 2028 zu rechnen, wobei sich Arbeiten wie die Bepflanzung auch bis Ende des Jahres hinziehen könnten.
Die Kosten der Baumaßnahmen belaufen sich auf insgesamt rund 8,7 Millionen Euro. Davon würden 5,8 Millionen Euro von der Stadt selbst getragen werden.
Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa

