Coronavirus in Leipzig: Lichtfest in diesem Jahr zu Hause statt auf der Straße

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. Trotz zahlreicher Urlaubsrückkehrer steigt die Zahl der Neuinfektionen weiterhin nur langsam. Nachdem die Maßnahmen immer mehr gelockert wurden, kehrte das öffentliche Leben zunehmend in die Stadt zurück. Stand 18. September hatten sich 834 Bürger infiziert, sachsenweit sind es mindestens 6608. Der überwiegende Teil ist geheilt.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Holger Baumgärtner

Zwar sind die Auswirkungen der Corona-Epidemie noch immer auch in Leipzig spürbar. Zahlreiche Maßnahmen und Regelungen zur Bekämpfung des Virus wurden mittlerweile jedoch wieder gelockert. Eine Übersicht findet Ihr hier

So gilt zwar weiterhin eine Maskenpflicht im ÖPNV und in Geschäften. Sowohl große als auch kleine Läden sowie Einkaufszentren haben jedoch wieder geöffnet. Das gleiche gilt für Bibliotheken, Bars, Cafés, Fitnessstudios und andere Einrichtungen, wobei stets mit der Beachtung bestimmter Verhaltens- und Hygieneregeln verbunden ist.

Der Grund für die Lockerungen ist klar: Die Zahl der Neuinfektionen steigt deutlich langsamer. Die Daten sehen offenbar so gut aus, dass Sachsens Landesregierung für Juni einen Paradigmenwechsel bei der Neu-Regelung der Corona-Maßnahmen angekündigt hat, sollten sich diese so weiter entwickeln (TAG24 berichtete).

Stand Freitag (18. September) gibt es in der Messestadt 834 bestätigte Fälle. Viele Hundert Menschen befanden sich in häuslicher Quarantäne, der überwiegende Teil der Infizierten gilt aber als geheilt. 

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

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UPDATE, 19. September, 10.40 Uhr: Quarantäne für Asylbewerberheim nach positivem Corona-Test

Ein Asylbewerberheim im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig im Landkreis Nordsachsen ist komplett unter Quarantäne gestellt worden, weil bei einem Mitarbeiter das Coronavirus nachgewiesen wurde.

Alle 230 Bewohner sowie die Mitarbeiter der Einrichtung würden nun getestet, teilte die Landesdirektion Sachsen am Freitagabend mit. Mit den Ergebnissen werde ab Dienstag gerechnet.

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UPDATE, 18. September, 16.55 Uhr: Sprung bei Zahl der Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt

Nach einer technischen Panne bei der Übermittlung von Daten in dieser Woche ist die gemeldete Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt sprunghaft angestiegen.

Von Donnerstag auf Freitag seien 40 Neuinfektionen registriert worden, teilte das Sozialministerium mit. Schuld sei eine Panne gewesen: In Halle seien in dieser Woche 27 Fälle angezeigt, aber zunächst nicht übermittelt worden, hieß es.

Insgesamt stieg die Zahl der laborbestätigen Corona-Infektionen damit auf jetzt 2423. Außer aus Halle wurden neue Fälle aus Dessau-Roßlau, dem Altmarkkreis Salzwedel sowie den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld, Harz, Mansfeld-Südharz, dem Saale- und dem Salzlandkreis sowie dem Landkreis Wittenberg gemeldet.

Schätzungen zufolge sind von allen Infizierten bisher 2205 wieder genesen, 353 Betroffene wurden in Krankenhäusern behandelt. 66 Menschen starben an oder mit einer Infektion mit Sars-CoV-2.

UPDATE, 18. September, 14.25 Uhr: Umsatz und Besucherzahl in den Kinos wegen Corona halbiert

Die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie haben die Kinos in Sachsen-Anhalt hart getroffen. Im ersten Halbjahr 2020 hat sich die Zahl der Besucher und der Umsatz der Lichtspielhäuser im Vergleich zum Vorjahreszeitraum halbiert, wie aus am Freitag veröffentlichten Zahlen der Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin hervorgeht.

Demnach besuchten von Januar bis Juni des laufenden Jahres 570 000 Menschen die Kinos. Im Vorjahreszeitraum waren es 1,14 Millionen gewesen. Die Umsätze sanken von 9,43 Millionen Euro auf 4,64 Millionen.

Die 40 Kinos mit 131 Leinwänden im Land waren wegen der Corona-Pandemie im Frühjahr geschlossen gewesen. Erst im Mai hatten die Lichtspielhäuser wieder öffnen dürfen, einige sind aber bis heute zu.

Die Beschränkungen wegen der Pandemie erlauben nur, einen Teil der Sitzplätze zu belegen. Branchenvertreter hatten daher kürzlich eine Lockerung der Auflagen gefordert, um den Kinobetrieb rentabel zu machen.

Die Filmförderungsanstalt warnt jedoch davor, dass die Statistiken täuschten. Viele Kinobetreiber kämpften derzeit um ihre Existenz. Die wirklichen Auswirkungen der Pandemie auf die Kinolandschaft würden erst in den kommenden Monaten sichtbar werden.

UPDATE, 17. September, 19.30 Uhr: Lichtfest in diesem Jahr zu Hause statt auf der Straße

Wegen der Corona-Pandemie wird es in diesem Jahr am 9. Oktober in Leipzig kein Lichtfest mit Tausenden Besuchern geben. Stattdessen sollen die Bürger der Stadt die Erinnerung an die friedliche Revolution weitestgehend nach Hause verlegen, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.

Die Menschen seien eingeladen, am Abend des 9. Oktober Windlichter in ihre Fenster zu stellen und so am Gedenken teilzunehmen.

Das traditionelle Friedensgebet in der Nikolaikirche und die Rede zur Demokratie können Interessierte in diesem Jahr nur auf Einladung vor Ort verfolgen.

Weitere Informationen findet ihr >>>hier.

UPDATE, 16. September, 15.30 Uhr: Magdeburger Weihnachtsmarkt soll doppelte Fläche bekommen

Um Abstands- und Hygieneregeln nach der Corona-Eindämmungsverordnung einhalten zu können, soll der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr eine doppelt so große Fläche wie im Vorjahr bekommen. Es sei geplant, den Markt statt auf 17.000 Quadratmetern auf mehr als 35.000 Quadratmetern abzuhalten, wie die Stadt Magdeburg am Mittwoch mitteilte. 

An der Zahl der Stände soll sich nach Angaben von Weihnachtsmarkt-Geschäftsführer Paul-Gerhard Stieger im Vergleich zum Vorjahr nichts ändern. 2019 waren gut 160 Händler, Gastronomen und Schausteller dort vertreten.

Verzichtet werden soll in diesem Jahr auf Programmpunkte wie Vorführungen für Kinder, Bands oder Puppentheater. Auch werde es keine klassische Eröffnungsveranstaltung geben, hieß es. An den Glühweinständen wird es in den Abendstunden keine individuelle Beschallung geben, stattdessen wird weiterhin einheitlich Weihnachtsmusik gespielt. Zudem werden die täglichen Öffnungszeiten eingeschränkt.

UPDATE, 16. September, 15.25 Uhr: Leipziger Verkaufsoffener Sonntag am 4. Oktober nicht möglich

Das Barfußgäßchen im Leipziger Zentrum.
Das Barfußgäßchen im Leipziger Zentrum.  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Da bedingt durch die Corona-Pandemie die Leipziger Markttage abgesagt werden mussten, sei am 4. Oktober 2020 leider auch kein verkaufsoffener Sonntag möglich. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Der gemäß des Sächsischen Ladenöffnungsgesetzes notwendige "besondere Anlass“ sei in diesem Jahr nicht gegeben, sodass die in der Ratsversammlung am 29. April getroffene Regelung eines verkaufsoffenen Sonntags nichtig geworden sei.

Dieser Umstand wird dadurch begründet, dass Sonntagsöffnungen die erkennbare Ausnahme bleiben sollen und jeweils durch einen Sachgrund gerechtfertigt sein müssen.

UPDATE, 16. September, 15.15 Uhr: Zwölf neue bestätigte Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt haben sich seit Dienstag zwölf weitere Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. 

Landesweit gibt es den Angaben nach 2381 laborbestätigte Infektionsfälle. Schätzungen zufolge sind von allen Infizierten bisher 2191 wieder genesen, 350 Betroffene wurden in Krankenhäusern behandelt. 66 Menschen starben.

UPDATE, 15. September, 13.50 Uhr: Weitere Lockerungen in Sachsen-Anhalt – Clubs dürfen öffnen

Sachsen-Anhalt will zum November alle Bereiche mit Publikumsverkehr wieder öffnen. Vom 1. November sollen Clubs und Diskotheken wieder Gäste empfangen können, teilte die Landesregierung nach der Kabinettssitzung am Dienstag in Magdeburg mit.

Das Besucherlimit solle bei 60 Prozent der in der Betriebserlaubnis festgelegten Personenzahl liegen, sagte Wirtschaftsminister Armin Willingmann. Prostitutionsstätten können ab sofort wieder öffnen.

In Gaststätten kann künftig der Mindestabstand von 1,5 Metern unterschritten werden, wenn es geeignete Abtrennmöglichkeiten wie Plexiglaswände gebe.

Mit Zugangsbeschränkungen oder Einlasskontrollen solle dafür gesorgt werden, dass sich im Innen- und Außenbereich nicht mehr als Zehner-Gruppen bildeten. Wichtig sei, dass Kontakte nachvollziehbar seien.

Die Obergrenze für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, die bislang bei 500 Personen liegt, soll ab dem 1. November auf 1000 steigen. Profisport- und Kulturveranstaltungen könnten nach besonderer Genehmigung mit deutlich mehr Teilnehmern möglich sein. Private Feiern seien weiter mit bis zu 50 Personen möglich.

UPDATE, 14. September, 13.45 Uhr: 29 Neuinfektionen seit Freitag in Sachsen-Anhalt

Über das Wochenende sind in Sachsen-Anhalt 29 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Zwischen Freitag- und Montagvormittag seien aus Halle zehn, aus Magdeburg sieben und aus dem Burgenlandkreis vier neue Fälle hinzugekommen, teilte das Gesundheitsministerium in Magdeburg mit. Je eine Infektion mit Sars-CoV-2 meldeten demnach der Landkreis Anhalt-Bitterfeld, der Landkreis Börde und das Jerichower Land. Zwei waren es im Saalekreis, drei in Dessau-Roßlau.

Damit liegt die Fallzahl laut Ministerium bei 2362. Die Zahl der gestorbenen Infizierten blieb konstant bei 66. Schätzungen zufolge sind von allen Corona-Infizierten bisher 2177 wieder genesen, 347 Menschen wurden in Krankenhäusern behandelt.

UPDATE, 11. September, 17.40 Uhr: Uni Magdeburg sucht genesene Corona-Patienten

Das Universitätsklinikum Magdeburg sucht genesene Corona-Patienten für eine Plasmaspende. "Es gibt nicht sehr viele Medikamente, die gegen das SARS-CoV-2-Virus wirksam sind", sagte der Ärztliche Direktor der Uniklinik, Hans-Jochen Heinze, am Freitag in Magdeburg. 

Die Hoffnung ist deshalb, Patienten mit dem Blutplasma Genesener behandeln zu können. Das Plasma enthält die Abwehrstoffe, die im Verlauf der Coronavirus-Infektion gebildet werden. Sie sollen akut Erkrankten verabreicht werden und dazu beitragen, dass diese schneller wieder gesund werden, beziehungsweise nicht so schwer erkranken.

Insgesamt wurden nach Klinikangaben 17 mögliche Spender bereits identifiziert, denen bereits Plasma entnommen wurde. Es würden jedoch mehr Spender benötigt, hieß es.

Titelfoto: Cdc/ZUMA Wire/dpa; Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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