Coronavirus in Leipzig: Neue Fälle in Sachsen-Anhalt

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. Trotz zahlreicher Urlaubsrückkehrer steigt die Zahl der Neuinfektionen weiterhin nur langsam. Nachdem die Maßnahmen immer mehr gelockert wurden, kehrte das öffentliche Leben zunehmend in die Stadt zurück. Stand 13. August hatten sich 674 Bürger infiziert, sachsenweit sind es mindestens 5671. Der überwiegende Teil ist geheilt.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Holger Baumgärtner

Zwar sind die Auswirkungen der Corona-Epidemie noch immer auch in Leipzig spürbar. Zahlreiche Maßnahmen und Regelungen zur Bekämpfung des Virus wurden mittlerweile jedoch wieder gelockert. Eine Übersicht findet Ihr hier

So gilt zwar weiterhin eine Maskenpflicht im ÖPNV und in Geschäften. Sowohl große als auch kleine Läden sowie Einkaufszentren haben jedoch wieder geöffnet. Das gleiche gilt für Bibliotheken, Bars, Cafés, Fitnessstudios und andere Einrichtungen, wobei stets mit der Beachtung bestimmter Verhaltens- und Hygieneregeln verbunden ist.

Der Grund für die Lockerungen ist klar: Die Zahl der Neuinfektionen steigt deutlich langsamer. Die Daten sehen offenbar so gut aus, dass Sachsens Landesregierung für Juni einen Paradigmenwechsel bei der Neu-Regelung der Corona-Maßnahmen angekündigt hat, sollten sich diese so weiter entwickeln (TAG24 berichtete).

Stand Donnerstag (13. August) gibt es in der Messestadt 674 bestätigte Fälle. Viele Hundert Menschen befanden sich in häuslicher Quarantäne, der überwiegende Teil der Infizierten gilt aber als geheilt. 

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

Alle aktuellen Infos aus Deutschland und der Welt auch im großen +++ Coronavirus-Liveticker +++

UPDATE, 14. August, 6.25 Uhr: Starke Einbußen für Jugendherbergen im ersten Halbjahr in Sachsen-Anhalt

Die Corona-Krise hat den Jugendherbergsbetrieb im Land zum Stocken gebracht. Rund 172.000 gebuchte Übernachtungen seien allein für dieses Jahr in den vergangenen Monaten storniert worden, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerk Landesverbands Sachsen-Anhalt, Marc Nawrodt, in Magdeburg.

Dadurch fiel mehr als die Hälfte der geplanten Jahreseinnahmen weg. Die gebuchten Übernachtungen hätten rund 6,2 Millionen Euro an Einnahmen bedeutet, sagte Nawrodt. Schuld an der Misere seien die Corona-Krise und fehlende Unterstützung.

Die vergangenen Monate waren turbulent für den Landesverband. Am 20. März mussten auf Grundlage der Corona-Verordnung des Landes kurzfristig alle 15 Herbergen schließen. Ende Mai konnten zehn Häuser wieder geöffnet werden, sagte Nawrodt. Aus wirtschaftlichen Gründen blieben die übrigen fünf Herbergen weiterhin geschlossen.

UPDATE, 13. August, 14.10 Uhr: Dehoga: Viele Hotels und Gastronomiebetriebe fürchten um Existenz

Viele Hotels und Gastronomiebetriebe in Sachsen bangen angesichts der Corona-Krise um ihre Zukunft. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga). Demnach sehen sich in Sachsen fast 50 Prozent der Betriebe in ihrer Existenz gefährdet, teilte Dehoga Sachsen am Donnerstag in Dresden mit.

Dass Restaurants und Cafés unter Auflagen wieder Gäste bewirten und Hotels Übernachtungen anbieten dürften, ändere bisher nicht viel an den Löchern in den Bilanzen, teilte der Verband weiter mit. Zum Schutz der Betriebe und deren Arbeitsplätze müsste etwa das Kurzarbeitergeld und die Mehrwertsteuersenkung mit Einbeziehung der Getränke verlängert werden.

Von Januar bis Juli beklagen die sächsischen Betriebe laut der Umfrage durchschnittliche Umsatzverluste in Höhe von 54 Prozent. Bezogen auf das Gesamtjahr rechnen die Betriebe mit einem Umsatzrückgang im Schnitt von mindestens 41 Prozent. Dieser Wert liegt den Angaben zufolge zwar zehn Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt, sei aber dennoch höchst besorgniserregend.

UPDATE, 12. August, 17 Uhr: Zehn Kreise in Sachsen-Anhalt melden neue Corona-Fälle

Zehn der vierzehn Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen-Anhalt haben neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Im Vergleich zum Dienstag kamen 15 neue Fälle dazu, wie das Gesundheitsministerium in Magdeburg am Mittwoch mitteilte.

Damit verteilen sich die neuen Fälle regional etwas breiter als zuletzt. Am Dienstag hatten nur sechs der 14 Kreise und kreisfreien Städte neue Infektionen gemeldet, am Montag waren es sieben.

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in Sachsen-Anhalt nachweislich 2093 Menschen mit dem Virus infiziert worden. 1937 von ihnen, beziehungsweise 92 Prozent, gelten Schätzungen zufolge als genesen.

UPDATE, 12. August, 11.45 Uhr: Leipziger Weltcup-Reitturnier auch 2021 mit Zuschauern

Das Leipziger Weltcup-Reitturnier "Partner Pferd" soll auch im nächsten Jahr mit Zuschauern über die Bühne gehen. "Um unseren Besuchern, Sportlern und Ausstellern dabei größtmöglichen Schutz zu bieten, haben wir ein umfangreiches und genehmigtes Hygienekonzept entwickelt. Pferdefans können das Highlight-Event also mit viel Freude genießen", sagte Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe.

Turnierdirektor Volker Wulff freut sich auf die Veranstaltung vom 14. bis 17. Januar. "Wir sind sehr froh, dass die Leipziger Messe mit der Stadt Leipzig und dem Freistaat Sachsen sofort signalisiert haben, die entsprechenden Rahmenbedingungen für alle Besucher und Teilnehmer schaffen zu wollen. Für uns wird es ein finanzieller Kraftakt, aber es ist uns wichtig, die Kontinuität der Veranstaltung zu erhalten", sagte Wulff.

Das sportliche Programm wird auch unter den veränderten Rahmenbedingungen seine Qualität halten und 2021 die Weltklasse der Pferdesportler nach Leipzig locken.

Anfang 2021 soll die Messe wie geplant stattfinden. (Archiv)
Anfang 2021 soll die Messe wie geplant stattfinden. (Archiv)  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 10. August, 15.45 Uhr: Elf neue Infektionen in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind seit Freitag elf neue Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet worden. Damit stieg die Zahl aller Fälle seit Beginn der Pandemie auf 2070, wie das Gesundheitsministerium am Montag in Magdeburg mitteilte.

Die meisten Neuinfektionen meldete mit vier Fällen der Landkreis Harz.

 Schätzungen zufolge gelten 1923 beziehungsweise 93 Prozent aller bisher nachweislich Infizierten als genesen.

UPDATE, 9. August, 14,55 Uhr: Vier neue Corona-Fälle in Leipzig

Stand Freitag, den 7. August, wurden in Leipzig 659 Corona-Fälle gemeldet. Das waren vier mehr als am Tag zuvor.

Sachsenweit stieg die Zahl auf 5624 Fälle.

UPDATE, 6. August, 15.20 Uhr: Sechs neue Coronavirus-Fälle in Sachsen-Anhalt nachgewiesen

In Sachsen-Anhalt sind sechs neue Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Von den neuen Fällen entfallen vier auf Magdeburg und je einer auf den Kreis Börde und das Jerichower Land, wie das Sozialministerium am Donnerstag mitteilte. 

Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 2050. 64 Sachsen-Anhalter starben, nachdem sie positiv auf das Virus getestet wurden. Schätzungen zufolge haben 1905 Menschen die Infektion überstanden. Das entspricht einem Anteil von 92 Prozent. Er ist damit leicht gesunken. Vor zwei Wochen hatte der Anteil der Genesenen bei 93,3 Prozent gelegen.

Laut dem Landesamt für Verbraucherschutz ist die Verbreitung des Coronavirus im Land jedoch weiterhin gering. Zehn von 14 Kreisen und kreisfreien Städten meldeten in der laufenden Woche noch keinen neuen Fall. Magdeburg ist die Region, die in der laufenden Woche mit vier Nachweisen je 100 000 Einwohnern die meisten Neuinfektionen meldete. 

Bundesweit gilt, dass ab 50 Fällen je 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage Eindämmungsmaßnahmen getroffen werden müssen. Sachsen-Anhalt will jedoch deutlich eher eingreifen. Die erste Warnstufe startet bei 5 je 100 000 Einwohner.

UPDATE, 6. August, 15.10 Uhr: Sachsens Flughäfen sehen keine Engpässe wegen Corona-Tests

Eine Ärztin der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen steht in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer.
Eine Ärztin der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen steht in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die sächsischen Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden befürchten bei den Corona-Tests keine Engpässe - auch wenn von diesem Samstag an Reisende aus internationalen Risikogebieten zum Test verpflichtet sind. 

"Wir haben momentan keine Flugverbindungen in solche Gebiete", sagte Evelyn Schuster, Sprecherin der Mitteldeutschen Flughafen AG. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am gleichen Tag den Beginn der Testpflicht ab Samstag verkündet.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen wurden am Flughafen Leipzig/Halle vom 1. bis 5. August 1142 Personen getestet. Bei neun Reisenden gab es positive Befunde. 

Am Flughafen Dresden wurden vom 1. bis 4. August bei 852 Reisenden keine Infektionen nachgewiesen.

Bei einem positiven Testergebnis informiert das Labor das zuständige Gesundheitsamt.

UPDATE, 5. August, 15.55 Uhr: Bußgelder für Masken-Verweigerer in Sachsen-Anhalt aktuell kein Thema

Sachsen-Anhalt will Menschen, die sich weigern in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Einkaufen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, vorerst nicht mit Bußgeldern bestrafen. "Wir beobachten die bundesweite Debatte", sagte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums, Ute Albersmann, am Mittwoch. In Sachsen-Anhalt gebe es aber bislang keine konkreten Planungen dazu.

In der aktuellen Landesverordnung zur Corona-Eindämmung steht zwar ein Bußgeldkatalog. Darin werden aber Vergehen wie große Partys mit Bußgeld bewehrt, die Missachtung der Maskenpflicht im ÖPNV und im Supermarkt ist in Sachsen-Anhalt bisher hingegen zu keinem Zeitpunkt der Pandemie mit Bußgeldern belegt worden.

Das Kabinett in Sachsen-Anhalt ist derzeit in der Sommerpause und will am 25. August über den Inhalt der nächsten Corona-Verordnung diskutieren, die die am 16. September auslaufende siebte Corona-Landesverordnung ablösen soll.

UPDATE, 5. August, 13 Uhr: Sechs Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt, erster Fall in Halle seit einer Woche

In Halle ist zum ersten Mal seit einer Woche wieder eine neue Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Das geht aus der Infektionsstatistik der Landesregierung vom Mittwoch hervor.

Die Stadt an der Saale war in der ersten Phase der Pandemie der Hotspot des neuartigen Virus in Sachsen-Anhalt gewesen, zuletzt hatte sich das Infektionsgeschehen auch dort verlangsamt.

Mit 373 Infektionen hat Halle jedoch noch immer die höchste absolute Zahl an Infizierten aller 14 Stadt- und Landkreise in Sachsen-Anhalt.

Die zweitmeisten Infektionen gibt es bisher in der Landeshauptstadt Magdeburg. Hier stieg die Zahl der Infektionen am Mittwoch um 3 auf 294.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Leipzig:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0