Coronavirus in Leipzig: Positiver Test bei einer Familie am Flughafen Halle/Leipzig

Leipzig - Leipzig in der Corona-Krise. Die Zahl der Neuinfektionen steigt nur noch langsam, die Maßnehmen werden immer mehr gelockert und somit kehrt auch das öffentliche Leben zunehmend in die Stadt zurück. Stand 6. August hatten sich 659 Bürger infiziert, sachsenweit sind es mindestens 5588. Der überwiegende Teil ist geheilt.

Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.
Alle Infos zu den Auswirkungen des Coronavirus in Leipzig findet Ihr hier.  © Holger Baumgärtner

Zwar sind die Auswirkungen der Corona-Epidemie noch immer auch in Leipzig spürbar. Zahlreiche Maßnahmen und Regelungen zur Bekämpfung des Virus wurden mittlerweile jedoch wieder gelockert. Eine Übersicht findet Ihr hier

So gilt zwar weiterhin eine Maskenpflicht im ÖPNV und in Geschäften. Sowohl große als auch kleine Läden sowie Einkaufszentren haben jedoch wieder geöffnet. Das gleiche gilt für Bibliotheken, Bars, Cafés, Fitnessstudios und andere Einrichtungen, wobei stets mit der Beachtung bestimmter Verhaltens- und Hygieneregeln verbunden ist.

Der Grund für die Lockerungen ist klar: Die Zahl der Neuinfektionen steigt deutlich langsamer. Die Daten sehen offenbar so gut aus, dass Sachsens Landesregierung für Juni einen Paradigmenwechsel bei der Neu-Regelung der Corona-Maßnahmen angekündigt hat, sollten sich diese so weiter entwickeln (TAG24 berichtete).

Stand Donnerstag (6. August) gibt es in der Messestadt 655 bestätigte Fälle. Viele Hundert Menschen befanden sich in häuslicher Quarantäne, der überwiegende Teil der Infizierten gilt aber als geheilt. 

Über alle weiteren Entwicklungen werdet Ihr in unserem Ticker informiert.

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UPDATE, 6. August, 15.20 Uhr: Sechs neue Coronavirus-Fälle in Sachsen-Anhalt nachgewiesen

In Sachsen-Anhalt sind sechs neue Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Von den neuen Fällen entfallen vier auf Magdeburg und je einer auf den Kreis Börde und das Jerichower Land, wie das Sozialministerium am Donnerstag mitteilte. 

Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Infektionen seit Beginn der Pandemie auf 2050. 64 Sachsen-Anhalter starben, nachdem sie positiv auf das Virus getestet wurden. Schätzungen zufolge haben 1905 Menschen die Infektion überstanden. Das entspricht einem Anteil von 92 Prozent. Er ist damit leicht gesunken. Vor zwei Wochen hatte der Anteil der Genesenen bei 93,3 Prozent gelegen.

Laut dem Landesamt für Verbraucherschutz ist die Verbreitung des Coronavirus im Land jedoch weiterhin gering. Zehn von 14 Kreisen und kreisfreien Städten meldeten in der laufenden Woche noch keinen neuen Fall. Magdeburg ist die Region, die in der laufenden Woche mit vier Nachweisen je 100 000 Einwohnern die meisten Neuinfektionen meldete. 

Bundesweit gilt, dass ab 50 Fällen je 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage Eindämmungsmaßnahmen getroffen werden müssen. Sachsen-Anhalt will jedoch deutlich eher eingreifen. Die erste Warnstufe startet bei 5 je 100 000 Einwohner.

UPDATE, 6. August, 15.10 Uhr: Sachsens Flughäfen sehen keine Engpässe wegen Corona-Tests

Eine Ärztin der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen steht in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer.
Eine Ärztin der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen steht in der Corona-Teststation für Urlaubsrückkehrer.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die sächsischen Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden befürchten bei den Corona-Tests keine Engpässe - auch wenn von diesem Samstag an Reisende aus internationalen Risikogebieten zum Test verpflichtet sind. 

"Wir haben momentan keine Flugverbindungen in solche Gebiete", sagte Evelyn Schuster, Sprecherin der Mitteldeutschen Flughafen AG. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am gleichen Tag den Beginn der Testpflicht ab Samstag verkündet.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen wurden am Flughafen Leipzig/Halle vom 1. bis 5. August 1142 Personen getestet. Bei neun Reisenden gab es positive Befunde. 

Am Flughafen Dresden wurden vom 1. bis 4. August bei 852 Reisenden keine Infektionen nachgewiesen.

Bei einem positiven Testergebnis informiert das Labor das zuständige Gesundheitsamt.

UPDATE, 5. August, 15.55 Uhr: Bußgelder für Masken-Verweigerer in Sachsen-Anhalt aktuell kein Thema

Sachsen-Anhalt will Menschen, die sich weigern in öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Einkaufen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, vorerst nicht mit Bußgeldern bestrafen. "Wir beobachten die bundesweite Debatte", sagte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums, Ute Albersmann, am Mittwoch. In Sachsen-Anhalt gebe es aber bislang keine konkreten Planungen dazu.

In der aktuellen Landesverordnung zur Corona-Eindämmung steht zwar ein Bußgeldkatalog. Darin werden aber Vergehen wie große Partys mit Bußgeld bewehrt, die Missachtung der Maskenpflicht im ÖPNV und im Supermarkt ist in Sachsen-Anhalt bisher hingegen zu keinem Zeitpunkt der Pandemie mit Bußgeldern belegt worden.

Das Kabinett in Sachsen-Anhalt ist derzeit in der Sommerpause und will am 25. August über den Inhalt der nächsten Corona-Verordnung diskutieren, die die am 16. September auslaufende siebte Corona-Landesverordnung ablösen soll.

UPDATE, 5. August, 13 Uhr: Sechs Neuinfektionen in Sachsen-Anhalt, erster Fall in Halle seit einer Woche

In Halle ist zum ersten Mal seit einer Woche wieder eine neue Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Das geht aus der Infektionsstatistik der Landesregierung vom Mittwoch hervor.

Die Stadt an der Saale war in der ersten Phase der Pandemie der Hotspot des neuartigen Virus in Sachsen-Anhalt gewesen, zuletzt hatte sich das Infektionsgeschehen auch dort verlangsamt.

Mit 373 Infektionen hat Halle jedoch noch immer die höchste absolute Zahl an Infizierten aller 14 Stadt- und Landkreise in Sachsen-Anhalt.

Die zweitmeisten Infektionen gibt es bisher in der Landeshauptstadt Magdeburg. Hier stieg die Zahl der Infektionen am Mittwoch um 3 auf 294.

UPDATE, 5. August, 10.05 Uhr: Leopoldina empfiehlt Masken im Klassenraum

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle empfiehlt, dass an Deutschlands Schulen von der fünften Klasse an auch im Unterricht Maske getragen wird. Ältere Schülerinnen und Schüler sollten auch in den Klassenräumen einen Mund-Nase-Schutz aufsetzen, wenn nicht ausreichend Abstand möglich sei, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme.

Darüber hinaus sprachen sich die Wissenschaftler dafür aus, «überall, wo dies umsetzbar ist", kleine feste Kontaktgruppen einzurichten.

Mehrere Bundesländer haben angesichts des bevorstehenden Schulstarts bereits eine Maskenpflicht beschlossen. Diese gilt aber nicht immer im Unterricht. 

Dass Schulen oder Kitas ganz geschlossen werden, müsse möglichst verhindert werden. Abstands- und Hygieneregeln seien ebenso wie häufiges Lüften wesentlich.

UPDATE, 4. August, 16.40 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen wieder zweistellig

Erstmals seit Mitte Juli sind die nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Sachsen innerhalb von 24 Stunden wieder zweistellig gestiegen - auf weiter niedrigem Niveau. Nach der laufend aktualisierten Statistik des Gesundheitsministeriums vom Dienstag kamen seit dem Vortag 13 Fälle dazu. Die Zahl der Corona-Infektionen im Freistaat insgesamt liegt damit nun bei 5556.

Die neuen Fälle wurden aus Leipzig und Chemnitz sowie aus den Landkreisen Nordsachsen, Zwickau, Erzgebirge und Vogtland gemeldet. 224 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind den Angaben zufolge bisher gestorben. Etwa 5275 positiv auf Sars-CoV-2 getestete Personen gelten als genesen - ein Schätzwert. Der Anteil Gestorbener an der Gesamtzahl der laborbestätigten Infektionsfälle beträgt 4 Prozent.

Die Zahl der Neuinfektionen in Sachsen ist leicht angestiegen. (Symbolbild)
Die Zahl der Neuinfektionen in Sachsen ist leicht angestiegen. (Symbolbild)  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

UPDATE, 4. August, 14.25 Uhr: Verbliebene Kinder und Mitarbeiter im KiEZ Arendsee negativ getestet

Nach einem Corona-Fall im Kinder- und Jugenderholungszentrum (KiEZ) Arendsee gibt es keine weiteren Infektionen. Die am Montag bei knapp 30 Kindern und Mitarbeitern der Einrichtung durchgeführten Tests seien negativ ausgefallen, sagte die zuständige Dezernentin vom Altmarkkreis-Salzwedel, Kathrin Rösel, am Dienstag.

Zuvor hatte sich eine Corona-Infektion bei einem aus Berlin stammenden Jungen bestätigt, der bis Dienstag in der Ferienanlage war. Daraufhin wurden 88 Kinder nach Hause geschickt. Nur die Gruppe, der der Junge angehörte, kam unter Quarantäne.

Sechs Kinder der Gruppe verbrachten die Quarantäne in ihrer Heimat. Sechs weitere Kinder und ihre Betreuer blieben im KiEZ. Sie und weitere 20 Mitarbeiter wurden am Montag auf Sars-CoV-2 getestet.

Am Nachmittag soll über das weitere Vorgehen im KiEZ gesprochen werden, sagte Rösel.

UPDATE, 3. August, 11.45 Uhr: Gäste reisen wegen Corona-Fall aus Kindererholungszentrum Arendsee ab

Wegen eines Corona-Falls sind fast alle Gäste aus dem Kinder- und Jugenderholungszentrums (KiEZ) Arendsee abgereist.

"Sechs Kinder und zwei Betreuer sind noch da", sagte die zuständige Dezernentin vom Altmarkkreis-Salzwedel, Kathrin Rösel, am Montag in Salzwedel. Die übrigen 88 Kinder wurden bereits in der vergangenen Woche nach Hause geschickt.

Grund für die vorzeitige Abreise war eine am Freitag bei einem aus Berlin stammenden Jungen bestätigte Corona-Infektion. Das Kind war zuvor ebenfalls in der Ferienanlage.

Der Junge wurde bereits am vergangenen Dienstag von seinen Eltern aus dem KiEZ abgeholt, hieß es. Die Eltern hatten sich zuvor mit dem Coronavirus infiziert und daraufhin die Einrichtung informiert und den Jungen abgeholt.

Daraufhin seien alle Eltern und Zuständigen informiert worden, sagte Rösel. Aufgrund des strengen Hygienekonzepts des Erholungszentrums hatte der infizierte Junge nur zu seiner Kleingruppe - und nicht zu allen anderen Gästen - Kontakt.

Zum Alter des infizierten Kindes wurden keine Angaben gemacht.

UPDATE, 3. August, 10.55 Uhr: Positiver Test bei einer Familie am Flughafen Halle/Leipzig

Am Montagvormittag wurden die Corona-Testcenter, hier am Flughafen Dresden, offiziell in Betrieb genommen.
Am Montagvormittag wurden die Corona-Testcenter, hier am Flughafen Dresden, offiziell in Betrieb genommen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

An den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden wurden am Montag die Corona-Testcenter offiziell in Betrieb genommen.

Schon am Wochenende konnten sich Reisende dort kostenfrei auf eine Infektion testen lassen. In Leipzig taten das rund 600 Reisende, in Dresden waren es etwa 500. In Leipzig war das Testergebnis für drei Mitglieder einer Familie positiv.

Sachsen erwägt außerdem weitere Testmöglichkeiten für Urlaubsrückkehrer. Man denke dabei an Grenzübergänge zu Tschechien und Polen sowie an Bahnhöfe, sagte Gesundheitsstaatssekretär Uwe Gaul am Montag auf dem Dresdner Flughafen.

UPDATE, 3. August, 8 Uhr: Alternative Schlossfestspiele in Wernigerode beginnen

Die Wernigeröder Schlossfestspiele sind coronabedingt abgesagt - das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode plant stattdessen 24 alternative Konzerte. 

Sie sollen unter dem Titel "Schlossfestspiele mal anders" im Fürstlichen Marstall sowie auf Schloss Wernigerode stattfinden, teilte das Orchester mit. Der Festspielsommer beginnt am 4. August. Kammermusikensembles des Wernigeröder Orchesters sowie Gäste bieten demnach jeweils dienstags und freitags gut einstündige Konzerte im Schlossinnenhof oder bei schlechtem Wetter in der Schlosskirche.

Ab dem 8. August gebe es zudem Serenadenkonzerte mit dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode im Fürstlichen Marstall. Unter der musikalischen Leitung von Musikdirektor Christian Fitzner seien international renommierte Solisten dabei.

Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

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