Leipzig - Das hätte er sich besser überlegen sollen: In Leipzig ist ein mutmaßlicher Autodieb von Freunden des Besitzers aufgespürt worden. Die Verfolgungsjagd mit Motorrädern endete in einem Unfall. Der 27-Jährige erlitt schwere Verletzungen - allerdings nicht durch den Crash.
Der auffällig getunte Opel Calibra war Donnerstagmittag in Leipzig-Grünau gestohlen worden. Sofort startete der Besitzer über soziale Netzwerke einen Fahndungsaufruf. "...bitte um Mithilfe entweder sofort stellen den Täter oder Polizei rufen und hinterherfahren...." (Originalschreibweise), hieß es darin.
Offenbar haben das viele Bekannte und Facebook-Kontakte des Mannes wörtlich genommen. Mit Autos und Motorrädern fuhren sie durch Leipzig und suchten nach dem Opel. Gegen 18 Uhr entdeckten involvierte Biker den Wagen im Leipziger Nordosten. Es begann eine wilde Verfolgungsjagd.
Im Stadtteil Portitz stellte sich einer der Motorradfahrer mit seiner Kawasaki vor den Calibra. Der 27-Jährige am Steuer rammte den Biker (42) um - landete dann aber selbst im Straßengraben.
Dort zogen ihn die Verfolger aus dem Wagen - und machten offenbar "kurzen Prozess".
Autodieb wies stark blutende Brustverletzung auf
Als wenig später Polizei, Rettungskräfte und ein Rettungshubschrauber eintrafen, lag der mutmaßliche Autodieb schwer verletzt neben dem demolierten Opel. Unter anderem wies er augenscheinlich eine stark blutende Brustverletzung auf.
Ob bei der Auseinandersetzung auch eine Stichwaffe im Spiel war, dazu wollte die Polizei auf Nachfrage keine Angaben machen.
Bei der Verletztenversorgung sicherten Bereitschaftspolizisten das Areal, um eine erneute Eskalation mit Umstehenden zu verhindern. Laut Behörde handelte es sich bei den Beteiligten um Deutsche.
Während der gerammte Biker nur leichte Verletzungen erlitt, wurde der Mann aus dem geklauten Opel schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Kripo ermittelt.