Mordversuch an Zahnarzt nach Streit um Behandlungsfehler: Patientin (63) in Haft

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Leipzig - Nach der blutigen Messerattacke in einer Leipziger Zahnarztpraxis hat ein Ermittlungsrichter am Dienstag Haftbefehl gegen die 63-jährige Tatverdächtige erlassen - wegen versuchten Mordes. Der schwer verletzte Dentist (54) ist außer Lebensgefahr und konnte bereits vernommen werden. Der Tat ging demnach ein Streit um einen möglichen Behandlungsfehler voraus.

Noch mit dem Messer im Rücken wird der Zahnarzt zum Rettungswagen gebracht.
Noch mit dem Messer im Rücken wird der Zahnarzt zum Rettungswagen gebracht.  © EHL Media/Erik-Holm Langhof

Am frühen Nachmittag wurde die bislang unbescholtene Frau am Amtsgericht einem Haftrichter vorgeführt. Wie aus Ermittlerkreisen zu erfahren war, soll sich die Tatverdächtige nicht zum Geschehen geäußert, jedoch den von der Staatsanwaltschaft vorgeworfenen Tötungsvorsatz bestritten haben.

Aufgrund des Stichs in den Rücken, der für den Zahnarzt offenbar unvermittelt kam, geht die Staatsanwaltschaft vom Mordmerkmal der Heimtücke aus. Der Richter schloss sich dieser Sichtweise an und erließ Haftbefehl wegen versuchten Mordes.

Die 63-Jährige wurde daraufhin ins Frauengefängnis gebracht.

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Nach den vorläufigen Ermittlungen der Mordkommission soll die Tatverdächtige Patientin der Zahnarztpraxis und mit der Behandlung unzufrieden gewesen sein.

Die Bluttat ist demnach der dramatische Höhepunkt eines langen Streits um einen mutmaßlichen Behandlungsfehler, den die Frau ihrem Zahnarzt vorwirft - und dieser zurückweist. Die Patientin soll seither unter starken Schmerzen leiden.

Titelfoto: EHL Media/Erik-Holm Langhof

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