Mutprobe geht schief: 14-Jähriger stürzt beim Bahn-Surfen und verletzt sich

Leipzig - Seit dem vergangenen Jahr erlebt das sogenannte Bahn-Surfen in Leipzig ein Revival. Nun beschäftigt ein weiterer Fall die Polizei, bei dem sich ein Jugendlicher verletzte.

In Leipzig hat sich am Sonntag ein 14-Jähriger verletzt, als er auf einer Straßenbahn "gesurft" ist.
In Leipzig hat sich am Sonntag ein 14-Jähriger verletzt, als er auf einer Straßenbahn "gesurft" ist.  © Jan Woitas/dpa

Der 14-Jährige hatte sich am Sonntagnachmittag an der Haltestelle Pittlerstraße ans Heck einer Straßenbahn geklammert und außen an deren Scheibenwischer festgehalten, wie die Polizei mitteilte.

Etwa 650 Meter weit, bis zur Haltestelle Stahmeln, "ritt" der Teenager die Tram, dann war jedoch Schluss: Beim Anfahren fiel der Jugendliche von der Bahn und verletzte sich dabei. Rettungskräfte mussten ihn noch vor Ort behandeln.

Für die Polizei ist es längst nicht der erste Fall dieser Art in der Messestadt. Schon Anfang vergangenen Jahres waren immer wieder Videos in sozialen Netzwerken aufgetaucht, in denen Jugendliche vor allem auf S-Bahnen surften. Gerade der City-Tunnel diente dabei häufig als Schauplatz für die halsbrecherischen Stunts. Doch auch andernorts gab es Vorfälle.

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Verletzt wurde bei dem aktuellen Vorfall glücklicherweise niemand. In Berlin kamen im vergangenen Jahr jedoch zwei Jugendliche (17, 18) bei dem gefährlichen Trend ums Leben.

Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahre: Polizei warnt vor Bahn-Surfen

Auch im aktuellen Fall warnt die Polizei vor dem sogenannten Bahn-Surfen. Die Aktionen sind höchst gefährlich und können mit schwersten Verletzungen oder auch dem Tod enden.

Das Bahn-Surfen stellt zudem ein strafbares Handeln in Form eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr dar. Geahndet wird dies laut Bundespolizei mit Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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