Polizei fasst Einbrecher auf frischer Tat, einer wandert direkt hinter Gitter
Leipzig - Gleich drei Einbrecher auf einen Streich gingen am Montag Beamten der Leipziger Polizei ins Netz.
Streifenteams des Reviers Leipzig-Südost waren gegen 19.40 Uhr zu einem mutmaßlich laufenden Einbruch nach Paunsdorf gerufen worden. Zur Unterstützung zogen sie gleich noch Kräfte des Fachdienstes Einsatzzüge hinzu.
Als die Beamten am Ort des Geschehens eintrafen, bemerkten sie drei Männer, die direkt die Flucht ergriffen. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf und nahmen die Flüchtigen noch in Tatortnähe fest. Darüber hinaus stießen die Gesetzeshüter auf Gegenstände, die offenbar aus der Einbruchswohnung stammten.
Damit nicht genug: Bei den ersten polizeilichen Ermittlungen stellte sich heraus, dass es kurz zuvor unweit des Tatorts zu einem weiteren Einbruchsversuch gekommen war. Betroffen war auch in diesem Fall eine Wohnung. Die Polizei vermutet, dass das Trio, zwei Georgier (28, 29) sowie ein Tunesier (39), ebenso für diese Tat verantwortlich war.
Der entstandene Sachschaden an beiden Wohnungen beläuft sich laut Polizei auf circa 2500 Euro.
Für 39-Jährigen war es nicht das erste Aufeinandertreffen mit der Polizei
Die drei Langfinger wurden zunächst in das Zentralpolizeigewahrsam verbracht. Für den 39-Jährigen war dort jedoch noch längst nicht Endstation.
Eine Prüfung der Männer ergab, dass gegen den Tunesier bereits ein Haftbefehl bestand, nachdem das Amtsgericht Leipzig eine zunächst in einem Urteil ausgesprochene Bewährung für eine verhängte Freiheitsstrafe von zehn Monaten widerrufen hatte. Der Wiederholungstäter wurde daraufhin direkt in eine Justizvollzugsanstalt verbracht.
Wegen des dringenden Tatverdachts des vollendeten und des versuchten Wohnungseinbruchsdiebstahls sitzen die beiden Georgier seit Dienstag in Untersuchungshaft.
Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.
Titelfoto: rattanakun/123RF

