Nach Mordanschlag - Polizei fasst Leipziger Bordell-Würger in Weimar

Leipzig - Sie haben ihn! Reichlich fünf Wochen nach dem Mordanschlag in einem Leipziger Bordell ist der Würger verhaftet worden. Fahnder spürten ihn in Thüringen auf.

Mit diesem Foto aus der Überwachungskamera ging die Polizei an die Öffentlichkeit - und bekam die entscheidenden Hinweise.
Mit diesem Foto aus der Überwachungskamera ging die Polizei an die Öffentlichkeit - und bekam die entscheidenden Hinweise.  © Polizei Sachsen

Der rund zwei Meter große, rotblonde Freier hatte am 21. Januar im damaligen Wohnungsbordell "Casa Bella" die Prostituierte Isabella* (26) überfallen und zu erwürgen versucht.

In letzter Minute war der Partner der Rumänin in das Studio gestürmt und hatte den brutalen Riesen von der Frau gezogen. Seither war der Unbekannte auf der Flucht.

Am 21. Februar ging die Polizei mit Bildern aus der Videoüberwachung des "Casa Bella" an die Öffentlichkeit. Mit Erfolg: Sofort gingen zahlreiche Hinweise bei der Kripo ein, darunter mehrere auf einen 34-Jährigen aus Leipzig.

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Der Mann schien jedoch vom Erdboden verschluckt. Mit richterlichem Beschluss durchsuchten Beamte dessen Wohnung und starteten eine Telefonüberwachung.

Das ehemalige Wohnungsbordell "Casa Bella" - hier geschah der Mordversuch. Inzwischen ist es geschlossen.
Das ehemalige Wohnungsbordell "Casa Bella" - hier geschah der Mordversuch. Inzwischen ist es geschlossen.  © Christian Grube
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Die Ermittlungen führten schließlich nach Thüringen, wo sich der Verdächtige offenbar seit Beginn der Öffentlichkeitsfahndung versteckt hielt. Am Samstagabend lokalisierten Fahnder den Arbeitslosen schließlich in einer Wohnung in Weimar. Blitzschnell erfolgte der Zugriff!

Gegen den Leipziger, der zu seinem Motiv bislang keinerlei Angaben machte, wurde der Haftbefehl vollstreckt. Gegen den bislang nicht vorbestraften Mann wird wegen versuchten Mordes ermittelt.

*Name geändert

Titelfoto: Montage Polizei Sachsen ; Christian Grube

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