Nach Streit auf der Eisenbahnstraße: 22-Jähriger stirbt Tage später im Krankenhaus

Leipzig - An Silvester kommt es auf der Eisenbahnstraße im Leipziger Osten zu einer heftigen Auseinandersetzung, an deren Ende ein 22-Jähriger mit schweren Stichverletzungen noch auf dem Weg ins Krankenhaus reanimiert werden muss. Trotz der anschließenden Behandlung in einer Spezialklinik stirbt der Somalier später. Die Polizei sucht nun nach Zeugen und hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Polizeikräfte standen vor einem Imbiss auf der Eisenbahnstraße, die zeitweise gesperrt war. (Archiv)
Polizeikräfte standen vor einem Imbiss auf der Eisenbahnstraße, die zeitweise gesperrt war. (Archiv)  © 7aktuell/Eric Pannier

Der Vorfall ereignete sich am 31. Dezember gegen 14.40 Uhr direkt an der Kreuzung Eisenbahnstraße Ecke Hildegardstraße.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand stritt sich das spätere Opfer zuerst verbal mit einer zweiten männlichen Person.

"Die Auseinandersetzung mündete darin, dass der Streitgegner mit einem spitzen Gegenstand mehrfach auf den 22-Jährigen einstach und zu Fuß vom Tatort floh", sagte Polizeisprecher Moritz Peters.

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"Der Geschädigte wurde unter Reanimation in ein Krankenhaus gebracht und später in eine Spezialklinik verlegt, wo er trotz intensiver medizinischer Maßnahmen am Freitag, dem 9. Januar 2026, verstarb."

Die Leipziger Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei ermitteln daher wegen eines vollendeten Tötungsdeliktes.

Zeugenaufruf in sechs Sprachen

Die Leipziger Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei ermitteln nun wegen eines vollendeten Tötungsdeliktes. (Archiv)
Die Leipziger Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei ermitteln nun wegen eines vollendeten Tötungsdeliktes. (Archiv)  © 7aktuell/Eric Pannier

Trotz einer schnell eingeleiteten, großräumigen Suche im Nahbereich des Tatorts, gelang es nicht, den Verdächtigen zu fassen.

Zwar bekamen Passanten den Vorfall mit, konnten den Gesuchten jedoch nur äußerst vage beschreiben: Dieser ist demnach männlich und war mit einer dunklen Jacke sowie einer ebenfalls dunklen Mütze bekleidet, die er zum Tatzeitpunkt tief ins Gesicht gezogen hatte.

Die Polizei sucht nun nach weiteren Zeugen, die etwas zum Tatgeschehen und/oder den tatbeteiligten Personen sagen können.

  • Wer kennt den Täter oder weiß, wo er sich für gewöhnlich aufhält?
  • Wer hat Fotos oder Videos von der Tat gefertigt?

  • Wer hat die Tat beobachtet?

Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1, 04107 Leipzig, Tel.: 0341 966 4 6666, oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden. In diesem Zuge wurde auch ein Hinweisportal auf der Seite der Polizei Sachsen geschaltet, auf dem Fotos, Videos und Hinweise auch anonym hochgeladen werden können. Um besonders viele potenzielle Zeugen zu erreichen, wird dieser Zeugenaufruf auch ins Kurdische, Türkische, Persische und Arabische übersetzt.

Titelfoto: 7aktuell/Eric Pannier

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