Schüsse bei Verfolgungsjagd in Leipzig: Das hat es mit dem "KAFA"-Gekritzel auf dem Fluchtauto auf sich

Leipzig - Durchgeknallt und unter Drogen: In Leipzig hat die Polizei mit gezielten Schüssen eine wilde Verfolgungsjagd mit gefährlichen Situationen und viel Blechschaden beendet. Im Wagen: drei "erlebnisorientierte" junge Männer, der Fahrer (24) völlig berauscht.

Ende einer Wahnsinnsfahrt: Mit zerschossenen Reifen klebt der VW Lupo mit dem "KAFA"-Tag an der Tür am Mast. Im Hintergrund bewacht ein Polizist zwei Insassen.  © News5/Grube

Manchmal präsentieren sich Gesetzesbrecher selbst auf dem Silbertablett. So war es auch mit dem Fahrer des silbernen VW Lupo, der Montagabend mit einem fetten "KAFA"-Tag (Graffiti) auf der Beifahrertür durch den Leipziger Norden kurvte.

Im Hip-Hop-Slang steht die Abkürzung für "völlig breit", was einen Rauschzustand beschreibt.

Eine Polizeistreife nahm die Einladung an und wollte den Lupo kontrollieren. Doch dessen Fahrer gab Gas. Es entwickelte sich eine gefährliche Verfolgungsjagd.

Leipzig Crime Doppelte Pfefferspray-Attacke bei Leipziger Open-Air-Party: Täter sind 15!

Auf einer Kreuzung rammte der VW einen Renault - und blieb kurz stehen. Doch als die Beamten aus ihrem Wagen stiegen und sich zu Fuß zum Lupo begaben, gab der "KAFA"-Lenker plötzlich Gas und raste auf die Polizisten zu.

Die zogen ihre Waffen und feuerten auf die Reifen.

Anzeige

Drogentest reagierte auf Kokain und Amphetamine

An dieser Stelle rammte der unter Drogen stehende Fahrer einen Renault.  © News5/Grube

Mit platten Pneus fuhr der VW weiter. Nach der Kollision mit einem der inzwischen zehn an der Jagd beteiligten Polizeifahrzeuge endete die Fahrt für "KAFA" schließlich hart an einem Laternenmast.

Obwohl er ziemlich verletzt war, leistete der 24-jährige Fahrer bei der Festnahme erheblichen Widerstand, während sich seine zwei Begleiter friedlich ihrem Schicksal ergaben.

Der polizeibekannte Deutsche hatte laut Polizei keinen Führerschein. Der Drogentest reagierte auf Kokain und Amphetamine. Er kam mit Polizeibegleitung ins Krankenhaus.

Mehr zum Thema Leipzig Crime: