Leipzig - Eine Explosion vor einem Einfamilienhaus richtet Schäden an Zaun und Fassade an. Was nach einer Meldung aus der Silvesternacht klingt, ereignete sich in der Nacht zum Montag im Leipziger Nordwesten. Der Sprengsatz: Nicht etwa ein Böller, sondern ein umgebauter Feuerlöscher. Besorgniserregend dabei: Es war nicht der einzige.
Denn nachdem die Polizei alarmiert und zum Ort des Geschehens geeilt war, fanden die Beamten in der gleichen Straße einen zweiten umgebauten Feuerlöscher vor einem Mehrfamilienhaus. Aus bislang unbekannten Gründen war dieser nicht explodiert.
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zu Montag, gegen 2 Uhr, in der Eisenacher Straße im Stadtteil Gohlis-Süd.
Bei der Detonation des ersten Feuerlöschers wurden sowohl der Zaun als auch die Fassade des Einfamilienhauses beschädigt. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf circa 2000 Euro.
Anwohner oder andere Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt.
Leipziger Kripo bittet um Hinweise
Was hat es mit den Sprengsatz-Basteleien auf sich? Haben die Täter lediglich ihre neuesten Erzeugnisse testen wollen oder steckt mehr dahinter? Leipzigs Kriminalpolizei sicherte vor Ort Spuren und versucht nun, Klarheit in die Sache zu bringen. Die Ermittlungen laufen dabei wegen des Tatvorwurfs des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.
Wie die Behörde mitteilte, sind die Ermittler dabei auf Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Es werden Zeugen gesucht, die in dem Tatzeitraum im Umfeld der beiden Häuser verdächtige Personen und/oder Fahrzeuge gesehen oder sonstige relevante Feststellungen getätigt haben. Auch Wahrnehmungen im Internet oder in den sozialen Medien, insbesondere auch im Nachgang der Tat, können die Ermittlungen unterstützen.
Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Leipziger Kriminalpolizei unter Tel. 0341/96646666 zu melden.