Leipzig - Zwar ist noch Winter, aber in Leipzig und Umgebung sind schon wieder Bärlauch-Diebe unterwegs. Dass die knoblauchartige Pflanze nur in geringer Menge für den Eigenbedarf gepflückt werden darf, interessierte mehrere Verdächtige nicht.
Gleich zwei Vorfälle gab es am Sonntag, bei denen jeweils mehrere Dutzend Kilo Bärlauchknollen ausgegraben und zum Abtransport bereitgestellt wurden, so ein Polizeisprecher.
Zuerst erwischten Beamte des Reviers in Borna mehrere Männer gegen 12.10 Uhr in einem Waldstück bei Böhlen auf frischer Tat. Diese waren drauf und dran, rund 40 Kilo der Knollen wegzuschaffen.
Zwei 29 und 42 Jahre alte Russen konnten die Polizisten stellen, zwei weitere Personen entkamen unerkannt. Die Pflanzen wurden sichergestellt.
Und wie jedes Jahr versuchten es Bärlauch-Diebe auch im Leipziger Auenwald, diesmal im Stadtteil Lützschena-Stahmeln. Hier ertappte die Polizei gegen 15.45 Uhr zwei Verdächtige: Die 24- und 27-jährigen Männer, ebenfalls Russen, hatten rund 44 Kilo geerntet, mussten sie nun hergeben.
"In beiden Fällen ermittelt die Polizei wegen des gewerbsmäßigen Diebstahls und Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz", so der Sprecher.
Gleichzeitig weist die Behörde erneut darauf hin, dass Bärlauch nur in handstrauß-großer Menge für den Eigenbedarf geerntet werden darf. Die Ernte in großer Menge, bei der die Täter oft tief in den Boden graben, schade sowohl diesem als auch anderen geschützten Pflanzen.