Leipzig - Seit Tagen kommt es in einem Waldstück im Leipziger Stadtteil Grünau-Nord immer wieder zu Bränden. Die Feuerwehr ist zur Stelle, um die Flammen zu bekämpfen. Die Frage, die sich stellt: Ist die Hitze an den Feuern schuld oder steckt mehr dahinter?
Als TAG24 am Dienstagabend die Rettungsleitstelle anruft, sind die Kameraden bereits wieder auf Anfahrt. "Anwohner hatten uns gemeldet, dass sie Rauch wahrgenommen hätten. Vermutlich ist das Feuer wieder aufgeflammt", erklärte eine Sprecherin auf Anfrage.
Erst am Nachmittag waren die Retter zu dem Waldstück an der Lyoner Straße im Norden von Grünau-Nord gerufen worden. Circa 1000 Quadratmeter Wald sollen dort gegen 16.47 Uhr gebrannt haben. "Neun Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen Feuerwehren Südwest, Lindenthal, Lützschena, Liebertwolkwitz, Holzhausen und Böhlitz-Ehrenberg waren im Einsatz", so die Sprecherin. Bis etwa 18 Uhr sollen die Kameraden mit der Brandbekämpfung beschäftigt gewesen sein.
Dabei war es längst nicht das erste Mal, dass die Feuerwehrleute zu dem Areal eilten. Bereits am 29. Juli war es laut Rettungsleitstelle dort zu einem Brand gekommen, ebenso am gestrigen Montag.
"Bei der aktuellen Hitze reicht auch schon eine Glasscherbe, um ein Feuer zu entfachen"
Dass hinter den Bränden ein Feuerteufel stecken könnte, davon wird aktuell offenbar nicht ausgegangen. Wie TAG24 auf Anfrage vonseiten der Polizei erfuhr, würden derzeit keine Ermittlungen zu den Fällen geführt.
"Bei der aktuellen Hitze reicht auch schon eine Glasscherbe, auf die das Sonnenlicht strahlt, um da ein Feuer zu entfachen", erklärte ein Sprecher.