Hilfe im Krieg: Leipzig liefert Generatoren und Fahrzeuge nach Kiew
Leipzig/Kiew - Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine hat Leipzig die kriegsgebeutelte Hauptstadt Kiew immer wieder mit Technik und Hilfsmitteln unterstützt. Nun konnte die Messestadt eine neue, große Lieferung für die ukrainischen Partner bekannt geben.
Demnach seien seit Anfang März mit Fördermitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 41 leistungsfähige Großgeneratoren beschafft und in die ukrainische Hauptstadt gebracht worden. Die Geräte würden je nach Bedarf in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt, heiß es vonseiten der Messestadt. So beispielsweise bei der Wasserversorgung als auch in Krankenhäusern, Schulen und Kindertagesstätten.
"Die Stadt Leipzig übernahm dabei die Organisation der logistischen Abwicklung, einschließlich Vergabe, Transport usw., sowie eine geringe kommunale Kofinanzierung", hieß es in einer Pressemitteilung.
Ein zusätzlicher Hilfstransport mit zwei Generatoren zur Stabilisierung der Stromversorgung habe es zudem von Berlin nach Kiew geschafft. Diese könnten etwa 200 Haushalte mit Strom versorgen und würden dazu beitragen, die durch Angriffe auf die Energieinfrastruktur stark beeinträchtigte Versorgungssituation in der ukrainischen Hauptstadt zu verbessern.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 ist Kiew fast täglich das Ziel russischer Luftangriffe. Die Versorgungslage ist hochgradig instabil. So mussten nach Attacken Anfang Januar Wärme- und Wasserversorgung vorübergehend eingestellt werden, weil dringend benötigte Reparaturen durchgeführt wurden.
Bereits 80 Leipzig-Fahrzeuge in Kiew unterwegs
Neben den Generatoren arbeite Leipzig derzeit daran, 37 Werkstattwagen nach Kiew zu liefern, die ebenfalls aus Fördermitteln des BMZ finanziert werden. "Die Werkstattwagen stärken insbesondere die technische Einsatzfähigkeit der städtischen Dienste – etwa bei Reparatur-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten – und tragen damit zur Sicherstellung zentraler Versorgungsstrukturen bei."
Die Wagen sollen schrittweise im ersten Halbjahr 2026 geliefert werden. Bereits jetzt seien in der ukrainischen Hauptstadt über 80 Fahrzeuge mit Leipzig-Beklebung unterwegs, darunter ein Multifunktionslader und ein barrierefreier Minibus, die ebenfalls zuletzt bereitgestellt wurden.
Seit Herbst 2025 habe Leipzig seine Partnerstadt mit mehr als 1,8 Millionen Euro Material unterstützt.
Titelfoto: -/kyodo/dpa
