Körper, Waffen, Spielzeug: Leipziger Extrem-Wanderer macht auf Kriegsauswirkungen aufmerksam

Leipzig - Mit seinem Ziel, innerhalb von zwei Jahren von Leipzig nach Singapur zu laufen, begeistert Robert Friedrich auf Instagram Tausende Follower. Zuletzt nutzte er seine Reichweite, um auf die Folgen des Krieges im Irak aufmerksam zu machen.

In der irakischen Stadt Mossul traf der Leipziger Weltenbummler Robert Friedrich auf die enormen Folgen des Krieges.
In der irakischen Stadt Mossul traf der Leipziger Weltenbummler Robert Friedrich auf die enormen Folgen des Krieges.  © Bildmontage: Instagram/der_mann_mit_dem_bart

346 Tage und elf Länder: Auf seiner Reise nach Singapur hat der "Mann mit dem Bart" schon einiges erleben dürfen. Von unfassbarer Gastfreundlichkeit über zuckersüße Bekanntschaften bis hin zu frustrierenden Rückschlägen durch Krankheit und Verletzungen.

Dabei belasten die Hochs und Tiefs den Leipziger natürlich nicht nur körperlich, sondern auch mental: "Ich bin wieder mal an so einer Stelle, die recht bedrückend und erdrückend ist, nämlich in Mossul", gestand er am Mittwoch in einem seiner neuesten Videos.

Vor der Kulisse zerstörter Gebäude erklärte er die Bedeutung, die Mossul im Kampf gegen den Islamischen Staat hatte.

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"Als Hauptstadt des Kalifats ausgerufen, unterlag die Stadt einer neunmonatigen Belagerung, bevor sie befreit wurde", heißt es unter dem Video. "Die Straßen waren gesäumt von Toten, die Gebäude größtenteils Ruinen."

"Es ist doch echt immer wieder grausam"

Überall finde man Spielzeug, Plüschtiere und weitere Spuren der Auseinandersetzungen.
Überall finde man Spielzeug, Plüschtiere und weitere Spuren der Auseinandersetzungen.  © Bildmontage: Instagram/der_mann_mit_dem_bart

Unter dem Titel "Alman spricht Klartext" hatte Friedrich bereits im Oktober, zu diesem Zeitpunkt noch in Syrien, Eindrücke aus dem Alltag nach dem Krieg geteilt. Schon damals hatte ihn das nur schwer zu fassende Ausmaß der Zerstörung sprachlos gemacht.

"Ich kenn's ja nun schon in Syrien, deshalb hat's mich jetzt nicht so heftig geschockt wie damals", erinnerte er sich.

"Aber es ist doch echt immer wieder grausam zu sehen, wo dann auch die Körper lagen, Waffen lagen, Munition lagen, ausgeräucherte Unterschlüpfe waren, teilweise Spielzeug rumliegt, noch Plüschtiere", schilderte er.

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Wie Syrien befinde sich auch der Irak noch im Aufbau. An allen Ecken werde gebaut, sodass Mossul eine Wiederauferstehung erlebe, berichtete Friedrich. In den kommenden Tagen wolle er auch seine schönen Erlebnisse in der Stadt teilen. Mehr über ihn und sein Vorhaben findet Ihr auf seinem Instagram-Account "der_mann_mit_dem_bart".

Titelfoto: Bildmontage: Instagram/der_mann_mit_dem_bart

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