Frank Turner: Darum wurde ich einst für Edward Norton gehalten

Leipzig - Mehr als 20 Jahre ist Frank Turner (43) inzwischen solo als Singer-Songwriter unterwegs, hat zuletzt seine 3000. Show mit einem Riesen-Konzert in London gefeiert. Bei seinem 3067. Auftritt auf dem diesjährigen Highfield-Festival sprach der Sänger und Gitarrist mit TAG24 über das Konzert-Jubiläum, seinen allerersten Auftritt und wie er einst mit Edward Norton (56) verwechselt wurde.

Bereits zum vierten Mal spielte Frank Turner (43) in diesem Jahr auf dem Highfield-Festival. Vor seinem Auftritt stand er TAG24 Rede und Antwort.
Bereits zum vierten Mal spielte Frank Turner (43) in diesem Jahr auf dem Highfield-Festival. Vor seinem Auftritt stand er TAG24 Rede und Antwort.  © Christian Grube

Dass es überhaupt eine Feier anlässlich der 3000. Show gab, ist Frank Turners Affinität für Zeitgeschichte zu verdanken. Der "Recovery"-Sänger bezeichnet sich selbst als "History-Nerd", liest Bücher über die Zeit des Eisernen Vorhangs und führt auf seiner Website eine Liste mit allen Konzerten, die er seit Beginn seiner Solo-Karriere 2004 gespielt hat.

"Ich weiß, dass Quantität nicht gleich Qualität ist - aber ich habe eine Menge Shows gespielt", sagt der Singer-Songwriter auf das Jubiläum angesprochen. "Und natürlich gibt es keinen wesentlichen Grund, warum Show Nummer 3000 besser sein soll als 2099. Aber es war eine gute Ausrede, um eine Party zu schmeißen."

Als er seinen 1000. Auftritt feierte, hätten ihn die Leute noch verwundert angeschaut. Daraufhin begann der Sänger, bei jedem seiner Konzerte die Nummer aufzurufen, während er auf der Bühne stand. Bereits Show Nummer 2000 sei deshalb eine bedeutsamere Sache gewesen. Als dann die 3000 anstand, war es Zeit für etwas Großes.

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"Als wir angekündigten, dass wir im Alexandra Palace spielen werden, in dem bis zu 11.000 Leute Platz haben, dachte ich, es wäre cool, wenn wir vielleicht so auf 9000 Leute kommen."

Seine Fans sollten Frank jedoch eines Besseren belehren, denn binnen 24 Stunden war das Konzert ausverkauft. "Da habe ich mich schon ein bisschen besonders gefühlt", so der Sänger demütig.

Für den "Recovery"-Sänger war es bereits die 3067. Show. Turner bezeichnet sich selbst als "History-Nerd", führt auf seiner Website eine Liste all seiner Konzerte.
Für den "Recovery"-Sänger war es bereits die 3067. Show. Turner bezeichnet sich selbst als "History-Nerd", führt auf seiner Website eine Liste all seiner Konzerte.  © Christian Grube

"Ich dachte, das kann doch nicht sein, nicht in Moskau!"

Auch an seinen allerersten Auftritt kann sich der Singer/Songwriter noch rege erinnern - obwohl dieser inzwischen mehr als drei Jahrzehnte her ist.
Auch an seinen allerersten Auftritt kann sich der Singer/Songwriter noch rege erinnern - obwohl dieser inzwischen mehr als drei Jahrzehnte her ist.  © Christian Grube

Auf dem Highfield-Festival feierte Frank Turner inzwischen seine 3067. Show mit Songs wie "Recovery" und "Be More Kind". Aber wie steht es eigentlich um seinen allerersten Auftritt? Auch an diesen kann er sich noch gut erinnern, wie er TAG24 verriet.

"Das war für den 15. Geburtstag meiner großen Schwester, ich war damals 12. Ich hab Nirvana gespielt, AC/DC, wahrscheinlich was von Wheezer und ein, zwei Songs, die ich selbst geschrieben habe und die unglaublich schlecht waren."

Bereits damals habe Frank gewusst, dass er eines Tages von der Musik leben wolle. "Dass es irgendwann einmal klappt, hab' ich allerdings nicht gedacht. Ich hatte keine Ahnung, wie es aussehen soll. Ich wollte auch nie wirklich berühmt sein, einfach nur ein Musiker."

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Seine Bodenständigkeit hat sich der Singer-Songwriter bis heute bewahrt, bevorzugt es noch immer, in der Öffentlichkeit nicht erkannt zu werden. Auf einem Trip in Russland sorgte dies sogar schon für einen ziemlich witzigen Moment. "Wir waren in Moskau, und diese Leute rasteten plötzlich aus. Ich dachte, das kann doch nicht sein, nicht in Moskau! Dann stellte sich heraus, dass sie dachten, ich wäre Edward Norton. Ich habe sie dann aufgeklärt."

Frank Turner kehrt bereits im Herbst zurück nach Deutschland, spielt einige Shows zusammen mit den Dropkick Murphys. In Leipzig macht die Tour am 31. Oktober Halt.

Titelfoto: Montage: Christian Grube

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