Beschämender Diebstahl in Leipzig: Neue Stolpersteine kommen aus dem 3-D-Drucker

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Leipzig - Eine kreative Lösung: Nachdem im Dezember zwei Stolpersteine in Leipzig-Lindenau gestohlen wurden, klaffte dort ein Loch - bis jetzt. Dank Susanne Siegert (31) und 3-D-Druck-Profi Jan Lukas Waibel (31) zieren nun weiße Ersatzsteine den Fußweg.

Jeweils 10 Kubikzentimeter groß sollen die Stolpersteine aus dem 3D-Drucker sein.
Jeweils 10 Kubikzentimeter groß sollen die Stolpersteine aus dem 3D-Drucker sein.  © privat

"Das ist eine Ehrensache", sagt Jan, der die Idee hatte, als er Susis TikTok-Video auf ihrem Kanal "keine.erinnerungskultur" sah.

Mit seinen Druckern fertigte er die Steine in Neuss bei Düsseldorf und schickte sie nach Leipzig - alles auf eigene Kosten. "Ich habe sie extra stabil gedruckt." Sieben Stunden dauert die Produktion eines Steins, kostet rund 50 Euro.

Die Ersatzsteine sind bewusst keine exakten Kopien. "Gold war kurz eine Überlegung, aber man soll sehen, dass da etwas fehlt", erklärt Jan. Damit bleibt der Diebstahl sichtbar, bis die Originale zurückkehren.

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Susi zeigt sich begeistert von der Aktion und dem positiven Feedback: "Ein paar typisch deutsche Kommentare gab es zwar, nach dem Motto: Darf man das überhaupt? Da kann ja jemand drüber stolpern." Aber das allgemeine Feedback zur Aktion sei positiv gewesen.

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Mehr als 200.000 Leute folgen Susis TikTok-Kanal "keine.erinnerungskultur".
Mehr als 200.000 Leute folgen Susis TikTok-Kanal "keine.erinnerungskultur".  © picture alliance/dpa

Die Ersatzsteine sind nur vorübergehend. Sobald die Originale wieder eingesetzt sind, will Susi die Ersatzsteine vielleicht mit nach Hause nehmen. "Es wäre zu schade, sie einfach wegzuschmeißen."

Titelfoto: Bildmontage: privat ; picture alliance/dpa

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