Fünf Jahre nach Überfall auf Connewitz: Strafbefehl für Dresdner Randalierer

Leipzig/Dresden - Mehr als fünf Jahre ist der "Sturm auf Connewitz" nun her, noch immer laufen die Prozesse. Auch in Dresden sollte nun gegen Dominic K. (27) verhandelt werden. Doch der Dresdner schwänzte den Prozess. Wenn er nicht in Widerspruch geht, heißt das jetzt ein Jahr auf Bewährung für ihn.

214 Neonazis und Hooligans kesselte die Polizei 2016 in Connewitz ein.
214 Neonazis und Hooligans kesselte die Polizei 2016 in Connewitz ein.  © Jan Woitas/dpa

Am 11. Januar 2016 brach in Leipzig-Connewitz die Hölle los: Während in der Innenstadt Legida demonstrierte, zog ein Mob von über 200 Neonazis und Hooligans durch den Szene-Stadtteil, demolierte Geschäfte, Wohnungen und Autos.

113.000 Euro Schaden blieben zurück, 214 der Randalierer konnte die Polizei noch vor Ort schnappen.

Unter den Festgesetzten war auch der Dresdner Dominic K. Der Teilnehmer mehrerer Neonazi-Demos soll zusammen mit Mitgliedern der "Gruppe Freital" und "Freien Kameradschaft Dresden" vom Straßburger Platz aus nach Leipzig gereist sein.

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Mehr als fünf Jahre später kam er jedoch nicht zum Prozess.

Da er anschließend nur noch einmal am 26. Januar 2016 straffällig wurde, beantragte die Generalstaatsanwaltschaft einen Strafbefehl.

Inhalt: Ein Jahr Haft auf Bewährung wegen schweren Landesfriedensbruchs.

Mit Steinen, Äxten und Pyrotechnik demolierte der Mob vor fünf Jahren Geschäfte und Lokale in Leipzig.
Mit Steinen, Äxten und Pyrotechnik demolierte der Mob vor fünf Jahren Geschäfte und Lokale in Leipzig.  © Jan Woitas/dpa

Dominic K. kann dagegen allerdings Widerspruch einlegen, dann würde es erneut zu einem Prozess kommen.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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