Amtstermine auf dem Schwarzmarkt? Wie Leipzig schon jetzt dagegen vorgeht

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Leipzig - Jetzt werden sogar schon Behördentermine auf dem Schwarzmarkt verkauft! Zumindest in München ist das tatsächlich der Fall, wie nun eine Recherche von "Funk" herausfand. Ist auch Leipzig von den Machenschaften betroffen? Wie geht die Messestadt dagegen vor? TAG24 hat nachgefragt.

Amtstermine illegal über Dritte kaufen? Was in anderen Städten auftritt, wird in Leipzig bereits jetzt bekämpft, wie TAG24 erfuhr.
Amtstermine illegal über Dritte kaufen? Was in anderen Städten auftritt, wird in Leipzig bereits jetzt bekämpft, wie TAG24 erfuhr.  © Eric Mittmann

Der Recherche zufolge buchten Kriminelle mithilfe von Bots die Termine auf Münchens Ämtern und verkauften sie dann in Telegram-Gruppen. Betroffen war demnach unter anderem die Ausländerbehörde.

Die bayerische Landeshauptstadt gehe aktiv gegen die Täter vor und habe bereits erste Fahndungserfolge erzielt. Das Problem sei jedoch ein Teufelskreis, da die Bots immer wieder verbessert würden, sobald die Stadt ihre Systeme anpasst.

In Leipzig werde das Thema bereits "sehr ernst" genommen, wie Pressesprecher David Quosdorf gegenüber TAG24 sagte. Die Stadt gehe bereits konsequent gegen derartige Machenschaften vor. "Derzeit liegen keine gesicherten Erkenntnisse über derartige Vorfälle in Leipzig vor. Sollte sich jedoch ein entsprechender Verdacht erhärten, werden unverzüglich geeignete Maßnahmen ergriffen, um Missbrauch zu unterbinden."

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Die Messestadt überprüfe und verbessere kontinuierlich ihre Sicherheitsmechanismen in den Buchungssystemen, um automatisierte und massenhafte Reservierungen von Terminen zu verhindern. Gleichzeitig würden verdächtige Buchungen regelmäßig manuell überprüft, insbesondere bei auffälligen Mustern oder ungewöhnlichen Häufungen.

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Stadt mahnt: Termine nur über die offiziellen Kanäle vereinbaren!

Die Messestadt verbessert kontinuierlich ihre Sicherheitsmechanismen, teilte sie mit. "Derzeit liegen keine gesicherten Erkenntnisse über derartige Vorfälle in Leipzig vor", sagte Pressesprecher David Quosdorf.
Die Messestadt verbessert kontinuierlich ihre Sicherheitsmechanismen, teilte sie mit. "Derzeit liegen keine gesicherten Erkenntnisse über derartige Vorfälle in Leipzig vor", sagte Pressesprecher David Quosdorf.  © Eric Mittmann

Sollten Termine nachweislich unrechtmäßig erworben oder weiterverkauft worden sein, könnten diese storniert werden. "Falls ein systematischer Handel mit Terminen festgestellt wird, wird die Stadt rechtliche Schritte prüfen und gegebenenfalls Anzeige erstatten", so Quosdorf.

Quosdorf betonte noch einmal, dass die Vergabe von Terminen in Leipzig ausschließlich über die offiziellen Kanäle der Stadt erfolgt. Hier lassen sich via leipzig.de Ämtertermine online vereinbaren.

Gleichzeitig mahnt der Sprecher, keine vermeintlich angebotenen Amtstermine über inoffizielle Quellen oder Drittanbieter zu erwerben. "Sollte jemand auf entsprechende Angebote stoßen, wird darum gebeten, dies umgehend der Stadt Leipzig oder der Polizei zu melden."

Titelfoto: Montage: Eric Mittmann + Screenshot/instagram.com/funk/

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