Silvesternacht in Leipzig: Polizei mit Böllern und Farbe beworfen

Leipzig - Silvesternacht in Leipzig und wieder einmal wurde nicht nur Feuerwerk in der Messestadt angezündet. Vorfälle gab es dabei nicht nur im für Ausschreitungen bekannten Connewitz.

Laut und mit jeder Menge Pyrotechnik ist Leipzig in der vergangenen Nacht ins neue Jahr gestartet. Auf dem Augustusplatz hatten sich laut Polizei rund 3500 Menschen versammelt, um sich gemeinsam das Feuerwerk anzuschauen.  © Silvio Bürger

So brannte es unter anderem auch auf der Eisenbahnstraße im Osten, wie TAG24-Fotografen berichteten. Zudem war die Polizei in der Innenstadt gefordert. Sprecher Tom Erik Richter zufolge hatten sich dort etwa 3500 Menschen versammelt, um sich gemeinsam das Feuerwerk anzuschauen.

Auf der Stuttgarter Allee im Stadtteil Grünau sollen Einsatzkräfte aus einer Gruppierung heraus beworfen worden sein. "Die Personen wurden später von den Beamten kontrolliert und ihre Identitäten festgestellt", so Richter.

Im Süden der Messestadt wurde Silvester traditionsgemäß am Connewitzer Kreuz eingeleitet. Ab 0 Uhr wurde dort einiges an Feuerwerk gezündet, später sollen vereinzelte Böller auch in Richtung der Polizei geflogen sein.

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Laut TAG24-Fotografen wurden Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei unter anderem vor dem Polizeistandort Wiedebachpassage mit Farbe und Pyrotechnik angegriffen.

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Neben Böllern und Raketen wurden auf der Eisenbahnstraße auch Mülltonnen angezündet.  © Silvio Bürger
Und auch in Connewitz brannten erneut die Straßen.  © EHL Media
Einsatzkräfte der Polizei wurden mit Farbe und Pyrotechnik beworfen.  © EHL Media
Am Connewitzer Kreuz rückte später ein Räumpanzer an, um die Barrikaden zur entfernen.  © EHL Media

Zahlreiche Einsätze auch für Leipzigs Feuerwehr

Gegen 1.20 Uhr war es an der Dieskaustraße zu einem Dachstuhlbrand gekommen.  © EHL Media

Richter zufolge sollen Unbekannte versucht haben, sich ein Katz- und-Maus-Spiel mit den Einsatzkräften zu liefern. Dazu wurden sowohl entlang der Bornaischen Straße als auch der Wolfgang-Heinze-Straße Barrikaden errichtet und zum Teil angezündet.

Die Polizei habe sich jedoch nicht auf das Spiel eingelassen. "Unser Konzept sah ein sehr defensives Vorgehen vor", erklärte der Sprecher. "Sonst war es relativ ruhig."

Ein Großaufgebot der Feuerwehr war ab 1.20 Uhr im Stadtteil Großzschocher gefordert, wo es auf der Dieskaustraße zu einem Dachstuhlbrand gekommen war.

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Die Kameraden gingen unter Atemschutz gegen die Flammen vor. Alle Bewohner des Hauses sollen sich bereits vor Eintreffen der Retter in Sicherheit gebracht haben. Die Polizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Nur 20 Minuten später ging ein Carport in Mölkau vermutlich durch Pyrotechnik in Flammen auf. Gegen 2.10 Uhr brannte zudem ein Mülltonnenunterstand in Markkleeberg.

Nur 20 Minuten später ging ein Carport in Mölkau in Flammen auf.  © EHL Media
Und auch in Markkleeberg war die Feuerwehr gefordert.  © EHL Media

Zudem brannte ein Roller in einer Tiefgarage und es sollen auch vereinzelt Autos in Brand gesetzt worden sein, vermutlich ebenfalls durch Pyrotechnik.

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