Es wird dunkel: Leipzig knipst die Lichter an 42 Gebäuden und Wahrzeichen aus
Leipzig - Auch in der Nacht sind viele Leipziger Sehenswürdigkeiten, wie das alte Rathaus, das City-Hochhaus oder das Völkerschlachtdenkmal beleuchtet. Nächste Woche Samstag, am 28. März, wird es aber für eine Stunde komplett dunkel. Zur "Stunde der Erde" soll ein Zeichen gesetzt werden.
"Alle Straßenlaternen sowie die Beleuchtung der städtischen Gebäude und Wahrzeichen verbrauchen aktuell pro Jahr insgesamt 15,2 Millionen Kilowattstunden Strom", teilte die Stadt am Freitagnachmittag mit.
Auch wenn die Stadtbeleuchtung seit einigen Jahren auf emissionsärmere LED-Beleuchtung umgestellt wird, ist der Jahresverbrauch so hoch, wie von 4000 typischen 4-Personen-Haushalten.
Unter anderem deswegen wolle man ein Zeichen setzen und Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen aufrufen, sich für den Klimaschutz zu engagieren.
Zwischen 20.30 Uhr und 21.30 Uhr wird das Licht an insgesamt 42 Gebäuden und Sehenswürdigkeiten der Stadt ausgeknipst. Dazu gehören laut der Stadt auch der Zoo, die Kongresshalle, das Krochhochhaus, die Oper, das Gewandhaus und die Thomaskirche.
Ganz dunkel wird es aber nicht, denn die Straßenbeleuchtung bleibt aus Sicherheitsgründen an.
Leipzig soll bis 2040 klimaneutral werden
"Insgesamt werden bei der symbolischen Aktion 46 Kilowatt Strom eingespart", so die Stadt. Alle Leipzigerinnen und Leipziger werden aufgerufen, mitzumachen.
Die Stadt will bis 2040 klimaneutral sein und ergreift dafür seit Jahren verschiedene Maßnahmen in den Bereichen Energie- und Wärmewende, Mobilität und Stadtentwicklung.
Die "Stunde der Erde", auch "Earth Hour" genannt, wurde 2007 vom World Wide Fund For Nature (WWF) ins Leben gerufen.
Sydney in Australien knipste zuerst alle Lichter aus, mittlerweile beteiligen sich mehr 190 Länder. In Deutschland machten zuletzt mehr als 500 Städte mit.
Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

