Illegale Vapes und Lachgas: Ordnungsamt macht Laden auf Eisenbahnstraße dicht
Leipzig - Ein Betrieb auf der Eisenbahnstraße verkaufte Tabakwaren, die in Deutschland nicht zugelassen sind, und Lachgas-Kartuschen, die als neue Partydroge gelten. Die Stadt stoppte den Verkauf.
Der Laden bot unter anderem Tabakwaren mit einem Nikotingehalt von über 20 mg/ml bzw. über zwei Prozent an. Das teilte die Stadt Leipzig am Montagnachmittag mit. Diese sind in Deutschland illegal. Sie werden allerdings trotzdem oft als Vapes verkauft.
Demnach wurde der Shop bereits am Donnerstag durch das Ordnungsamt kontrolliert. Die Betreiber verkauften ebenfalls Produkte ohne deutsche Kennzeichnung, Tabakwaren ohne Steuerbanderolen und Nikotinkissen, die in der EU nicht in den Verkehr gebracht werden dürfen.
Das Kritische an diesen Produkten ist, dass die Verpackungen oft so gestaltet sind, dass sie Kinder und Jugendliche ansprechen. Prinzipiell dürfen sogenannte Tabakersatzprodukte, wozu auch die Vapes gehören, aber nicht an Personen unter 18 Jahren verkauft werden.
Trotzdem benutzten einige Jugendliche die illegalen Vapes, was letztendlich zur Kontrolle des Ladens führte. Dabei deckte das Ordnungsamt auch auf, dass nicht deutlich gekennzeichnet wurde, dass die Waren für Kinder und Jugendliche verboten sind.
Lachgas-Kartuschen werden fälschlicherweise als legales Produkt deklariert
Darüber hinaus fehlten Beipackzettel, Hinweise auf toxikologische Daten, Hinweise auf suchterzeugende und gesundheitsschädigende Wirkungen, Aufbewahrungsanleitungen und Warnungen für bestimmte Verbrauchergruppen.
Das Ordnungsamt stellte alle nicht zugelassenen Waren sicher und stoppte den Verkauf dieser. Der Betrieb musste versiegelt werden.
Eine besondere Gefahr ging auch von den dort verkauften Lachgas-Kartuschen aus. Sie werden meistens als vermeintlich legale Schlagsahne-Aufschäumer deklariert.
Dahinter verbirgt sich aber oft eine immer beliebter werdende Partydroge, die zu neurologischen Schäden führen kann.
Titelfoto: Vuk Valcic/ZUMA Press Wire/dpa

