Immer mehr Notrufe und Einsätze: Ist die Leipziger Feuerwehr auch auf Krisen vorbereitet?

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Leipzig - Im vergangenen Jahr musste die Leipziger Feuerwehr deutlich öfter ausrücken. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichen Jahresbericht der Branddirektion hervor. Neue Technik und neue Systeme sollen helfen, die eingehenden Notrufe noch schneller abzuwickeln und auch in Zukunft für Krisen gut aufgestellt zu sein.

v.l.n.r.: Axel Schuh, Leiter der Branddirektion Leipzig, Heiko Rosenthal, Beigeordneter für Umwelt, Klima, Ordnung und Sport der Stadt Leipzig und Torsten Kolbe, Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit der Branddirektion Leipzig, haben den Bericht am Mittwoch vorgestellt.
v.l.n.r.: Axel Schuh, Leiter der Branddirektion Leipzig, Heiko Rosenthal, Beigeordneter für Umwelt, Klima, Ordnung und Sport der Stadt Leipzig und Torsten Kolbe, Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit der Branddirektion Leipzig, haben den Bericht am Mittwoch vorgestellt.  © EHL Media/Erik-Holm Langhof

229.175 Notrufe haben die Leipziger Rettungsleitstelle im vergangenen Jahr erreicht.

Das sind rund 14.000 mehr als noch im Vorjahr. Der Rettungsdienst rückte daraufhin zu 88.338 Einsätzen aus, die Feuerwehr zu 10.552.

Im Juli gingen allein mehr 25.000 Notrufe ein.

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Die Stadt hat erkannt, dass auf diese erhöhten Anforderungen reagiert werden muss. So wurde im Oktober unter anderem erstmals ein Telenotarzt-System eingeführt.

Aus der Leitstelle heraus beraten Ärztinnen und Ärzte per Video bei medizinischen Einsätzen. Trotz der kurzen Einsatzzeit wurde der Dienst im vergangenen Jahr bereits 180 Mal eingesetzt.

Ebenfalls seit Oktober werden auch zwei sogenannte Sichtereinsatzfahrzeuge (SEF) eingesetzt, um den Rettungsdienst zu entlasten. Damit werden Notfallsanitäter zu weniger dringenden Einsätzen gefahren, die in der Regel nicht im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Allein im letzten Quartal waren sie rund 750 Mal im Einsatz.

Neue Pläne für Krisenzeiten werden entwickelt

Die Rettungskräfte bereiten sich auf verschiedene Notfälle und Krisen vor und haben beispielsweise im Oktober die Abläufe bei einem Brand im City-Tunnel geprobt. (Archivbild)
Die Rettungskräfte bereiten sich auf verschiedene Notfälle und Krisen vor und haben beispielsweise im Oktober die Abläufe bei einem Brand im City-Tunnel geprobt. (Archivbild)  © EHL Media/Erik-Holm Langhof

Leipzig wächst und auch der Rettungsdienst muss mitwachsen. Bis 2030 sollen deswegen neue Rettungszentren und Rettungswachen überall in der Stadt gebaut werden. 2027 sollen beispielsweise die Rettungswache Nordost und das Rettungszentrum Nord eröffnet werden.

Die Feuerwehr erarbeitet aktuell eine Blackoutstrategie und plant sogenannte Bevölkerungsschutzleuchttürmen, die für die Bevölkerung als Anlaufstellen im Krisenfall dienen sollen.

"Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit der Stadtverwaltung und der Branddirektion in außergewöhnlichen Ereignissituationen weiter zu stärken und den Schutz der Leipziger Bevölkerung nachhaltig zu verbessern", heißt es im Jahresbericht.

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Auch die Feuerwachen und Leitstellen wurden neu ausgerüstet und können im Ernstfall bis zu 72 Stunden autark betrieben werden.

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Im vergangenen Jahr hat die Feuerwehr neue Fahrzeuge in den Dienst gestellt. Die Anschaffung wurde bereits 2021 begonnen und hat mehrere Millionen Euro gekostet.

709 Mitarbeiter in der Berufsfeuerwehr und 1335 ehrenamtliche Retter sind aktuell in Leipzig aktiv. Es gibt 21 Freiwillige Feuerwehren und 20 Jugendfeuerwehren.

Titelfoto: EHL Media/Erik-Holm Langhof

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