Immer mehr Schlaglöcher durch harten Winter: Kann Leipzig alle Schäden beheben?

Leipzig - Erst am Montag war der Dittrichring ihretwegen gesperrt, doch es ist längst nicht die einzige Strecke, die betroffen ist: Der aktuelle Winter scheint besonders viele Schlaglöcher auf Leipzigs Straßen aufbrechen zu lassen. Was sind die Gründe? Wie hoch sind bislang die Schäden? Und wie steht es um die Ausbesserung? TAG24 hat nachgefragt.

Auf immer mehr Straßen Leipzigs tun sich aktuell Schlaglöcher auf. Auch die Stadt spricht bereits von einer "überdurchschnittlichen Schadensbilanz" verglichen mit den Wintern der letzten drei Jahre.
Auf immer mehr Straßen Leipzigs tun sich aktuell Schlaglöcher auf. Auch die Stadt spricht bereits von einer "überdurchschnittlichen Schadensbilanz" verglichen mit den Wintern der letzten drei Jahre.  © EHL Media/Erik-Holm Langhof

Zwar konnte eine abschließende Bestandsaufnahme der Schäden noch nicht erfolgen, da die Winterperiode noch vorherrscht. Das Mobilitäts- und Tiefbauamt (MTA) der Stadt Leipzig geht dennoch bereits von einer "überdurchschnittlichen Schadensbilanz" verglichen mit den Wintern der letzten drei Jahre aus.

Während Schnee, vor allem aber Frost und Eis aktuell immer wieder auftreten, seien die Winter 2023-25 vergleichsweise mild gewesen. Bereits jetzt habe die Stadt Winterschäden im gesamten Stadtgebiet erfasst. "Betroffen sind überwiegend Straßen mit Asphaltdecke, deren konstruktiver Aufbau überaltert und deren Fahrbahndecke verschlissen ist", hieß es.

Demnach unterliegen unsere Asphaltstraßen einer Alterung und sind aufgrund ihrer Bausubstanz anfälliger für Frostschäden. Die Hauptursache seien dabei sogenannte Frost-Tau-Wechsel, wie sie in den vergangenen Wochen immer wieder auftreten.

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"Insbesondere die Deckschicht einer Asphaltstraße ist eine Verschleißschicht. Ist die Verschleißgrenze überschritten, können Risse beziehungsweise kleinere Ausbrüche entstehen." Durch die Öffnungen könne Feuchtigkeit in die Straßenkonstruktion eindringen und gefrieren. "Durch die Ausdehnung des gefrierenden Wassers kann es zu Abplatzungen bzw. zum regelrechten Aufbruch der Fahrbahn kommen."

Provisorisch werden die Schäden laut Stadtverwaltung bereits repariert, wie hier am Montag auf dem Dittrichring. Weil dort ein Auto verunfallt war, als es in eines der Löcher geriet, hatte die Polizei die Strecke zuvor sperren lassen.
Provisorisch werden die Schäden laut Stadtverwaltung bereits repariert, wie hier am Montag auf dem Dittrichring. Weil dort ein Auto verunfallt war, als es in eines der Löcher geriet, hatte die Polizei die Strecke zuvor sperren lassen.  © EHL Media/Erik-Holm Langhof
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Mittel für Reparaturen sind begrenzt

Ob genügend Geld da ist, um alle Schäden zu beheben, ist aktuell jedoch unklar.
Ob genügend Geld da ist, um alle Schäden zu beheben, ist aktuell jedoch unklar.  © EHL Media/Erik-Holm Langhof

Die Stadt habe bereits damit begonnen, die Löcher zunächst provisorisch zu "flicken". "Die Arbeiten erfolgen verteilt über das gesamte Stadtgebiet. Oberste Priorität besitzt zunächst die Beseitigung von Gefahrstellen. Zudem erfolgt die Schadensbeseitigung vorrangig im Hauptstraßennetz." Damit die Schäden auch fachgerecht behoben werden können, brauche es zunächst Trockenheit und Temperaturen, die dauerhaft im deutlichen Plusbereich liegen.

Ob die finanziellen Mittel für die Beseitigung der Schäden ausreichen, ist einem Artikel der "Leipziger Volkszeitung" zufolge indes fraglich. Der Grund: Die verschärfte Haushaltslage der Messestadt. Demnach existiert im Rathaus keine gesonderte Kostenplanung für die Beseitigung von Winterschäden, stattdessen ist sie Teil der Straßenunterhaltung. Ein Umstand, den das MTA auch gegenüber TAG24 einräumte.

Wie viel Geld 2026 für den Straßenunterhalt zur Verfügung steht, könne derzeit noch nicht beziffert werden. Die Stadt räumte jedoch bereits ein: Aufgrund der aktuellen Haushaltslage sind die Mittel begrenzt.

Titelfoto: EHL Media/Erik-Holm Langhof

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