Innerhalb von nur drei Jahren: Neuvermietungen in Leipzig 25 Prozent teurer!

Leipzig - Der Wohnungsmarkt der Messestadt steht deutlich unter Druck. Zu diesem Schluss kommt eine neue Untersuchung des Amtes für Statistik und Wahlen, die sich mit der Mietpreis-Entwicklung auf dem Leipziger Wohnungsmarkt in den Jahren 2022 bis 2025 auseinandersetzt. Allein die Mietpreise für Neuvermietungen sollen in diesen Jahren um 25 Prozent gestiegen sein.

Nicht nur Leipzigs Angebotsmieten sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Auch der Unterschied zwischen bestehenden Mietverhältnissen und neu angebotenen Wohnungen wird immer größer, so das Ergebnis einer neuen Analyse.  © animaflorapicsstock/123rf

Die Kosten stiegen demnach von durchschnittlich 8 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2022 auf 10 Euro im vergangenen Jahr. Gleichzeitig würden auch die Unterschiede zwischen bestehenden Mietverhältnissen und neu angebotenen Wohnungen weiter zunehmen. Während für letztere die genannten Durchschnittspreise von 10 Euro pro Quadratmeter aufgerufen werden, hätten die Bestandsmieten 2025 bei 7,32 Euro gelegen.

Noch mehr Hiobsbotschaften gibt es für alle, die derzeit auf der Suche nach einer neuen Bleibe sind. Der Untersuchung zufolge ist ein Wohnungswechsel in der Regel mit Mehrkosten von durchschnittlich 20 bis 50 Prozent verbunden - und das durch einen sogenannten Lock-in-Effekt oft auch beim Bezug kleinerer Wohnung.

Günstigere Wohnungen fänden sich zunehmend am Stadtrand, während das Preisniveau in zentralen Stadtteilen deutlich höher liege.

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Die höchsten Mietpreise hätten demnach im Durchschnitt Neubauwohnungen ab dem Baujahr 2015 aufgewiesen.

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Für Vier-Personen-Haushalte nur noch acht Prozent der Angebote bezahlbar und angemessen

Die Zahl der neu angebotenen Wohnungen habe sich seit 2015 mehr als halbiert.  © mixedlight/123RF

Ohnehin seien in Leipzig seit 2015 deutlich weniger Mietwohnungen inseriert worden. Die Zahl habe sich seitdem mehr als halbiert! Allein zwischen 2022 und 2025 sei sie um 34 Prozent zurückgegangen.

Für Vier-Personen-Haushalte seien rechnerisch inzwischen nur noch rund acht Prozent der Mietangebote zugleich bezahlbar und angemessen. Bei fünf und mehr Personen schrumpft das Angebot sogar auf weniger als ein Prozent.

Die komplette Analyse gibt es unter www.leipzig.de/analysen-zur-stadtgesellschaft.

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Für die Untersuchung seien unter anderem umfangreiche Datensätze aus der Vollerhebung des Zensus 2022, des Mietspiegels 2022 und 2025-2027 sowie Angebotsmietdaten der VALUE AG betrachtet worden.

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