Espenhain - Es galt als der dreckigste Landstrich der DDR - das Gebiet zwischen Espenhain und Mölbis. Hier stand das große Braunkohleveredlungswerk, das jahrzehntelang den Leipziger Südraum mit giftigen Rauchschwaden vernebelte. Vor 30 Jahren wurde es abgerissen. Was blieb, war jedoch ein 7500 Quadratmeter großes, übel riechendes Teerschlammbecken - das nun endlich auch neutralisiert wird.
Wie der Bergbausanierer LMBV informierte, wird die Altlast gerade vollständig saniert. Dazu werden sämtliche Teerrückstände zunächst ausgebaggert und umgelagert, betroffenes Erdreich ausgekoffert.
"Im Anschluss findet der Einbau einer Vlies-Geogitter-Lage inklusive einer Schottertragschicht als Stabilisierungsschicht statt", erklärte LMBV-Sprecherin Claudia Hermann.
Im weiteren Verlauf werde dann eine Profilierungs-, Tondichtungs- und Dränschicht zur Verhinderung der Infiltration von Oberflächenwasser errichtet.
Ist die Sperre hergestellt, kommen die Teerrückstände, die nicht anderweitig entsorgt werden können, zurück in die Grube.
Laut Hermann wird das Becken dann mit einer Rekultivierungserdschicht abgedeckt und darauf Rasen angesät. Die Sanierung soll im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein.