Leipzig wollte Höffner nicht - Jetzt Neueröffnung in Taucha
Von Lutz Brose
Taucha - Wenn ein Big-Boss in die Provinz kommt, muss es etwas Großes sein. Am morgigen Donnerstag öffnen sich wieder die Türen von Tauchas Möbelhaus an der Leipziger Straße. Dort hatte sich Möbel Kraft Ende August 2025 verabschiedet. Nun hat Höffner, gehört wie Kraft zur Krieger-Gruppe, das Zepter in der Hand.
In Taucha wurden aber nicht nur die Firmenschilder ausgetauscht, sondern kräftig investiert. In das Einrichtungshaus wurden allein für die Umbauarbeiten 25 Millionen Euro gesteckt.
Die Hauptfassade wurde aufgebrochen und zum größten Schaufenster Nordsachsen gemacht, der Parkplatz wurde fast halbiert und begrünt.
Ab morgen erwarten 100 Mitarbeiter und rund 100.000 Produkte auf 30.000 Quadratmeter Verkaufsfläche die Besucher. Allerdings müssen diese auf das beliebte Restaurant "Kochmütze" verzichten. Stattdessen werden im Erdgeschoss kleine Speisen und Getränke angeboten.
Kurt Krieger (77), der Höffner 1967 kaufte, versprach aber, dass er mit zwei Anbietern im Gespräch ist, um ein Restaurant auf dem Kundenparkplatz zu errichten.
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Taucha ist der 27. Höffner Standort
Bei der Pressekonferenz am Mittwoch verriet der Berliner Unternehmer, dass er noch in der Wendezeit im Leipziger Rathaus vorstellig wurde, um hier zu investieren. Allerdings ohne Erfolg.
Nur wenige Kilometer weiter in Günthersdorf (Sachsen-Anhalt) wurde er dagegen mit offenen Armen empfangen und erhielt dort noch zu DDR-Zeiten eine Baugenehmigung. Die Erfolgsgeschichte ist bekannt.
Taucha ist der 27. Höffner-Standort und kommt damit Leipzig ein Stück näher. Kurt Krieger erwähnte noch fast beiläufig, dass seine Tochter jetzt sein Chef sei.
Sonja Krieger führt seit Kurzem die Geschäfte der gleichnamigen Gruppe.
Titelfoto: Bildmontage/Lutz Brose

