Leipziger Kita ist Mekka für kleine Forscher: Hier zählt das Experiment!

Von Anke Brod

Leipzig - Fröhliche Kinderstimmen und viel Gewusel: Schon von weitem konnte man Mittwochnachmittag merken, dass im Garten der Kita "Fuchsbau" im Leipziger Stadtteil Probstheida offenbar der Bär steppte! Rund 200 Kinder begingen dort mit ihren Eltern und Betreuern das beliebte Familien-Forscher-Fest.

In der Kita "Fuchsbau" war am Mittwoch mächtig viel los! Kinder, Eltern und Betreuer begingen dort das beliebte Familien-Forscher-Fest.  © Anke Brod

Die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) im Kreisverband Leipzig-Land betriebene Kindertagesstätte an der Russenstraße 135 nennt sich "Haus der kleinen Forscher". Der Ort wird seit 15 Jahren regelmäßig von der Bundesstiftung "Kinder forschen" dafür zertifiziert. Für 2026 haben sich die Kids mit ihren Erzieherinnen dem Thema „Kunst, Musik und Tanz“ verschrieben.

Wie Einrichtungsleiterin Katja Stiller (52) beim Besuch von TAG24 vor Ort erklärte, durften die kleinen Entdecker etwa mit Körperteilen wie Fuß, Unterarm oder Bauch malen, um die Materie Fingermalfarbe zu erkunden.

Wichtig sei das Experimentieren, so Stiller weiter. Die Eltern wunderten sich, dass der Nachwuchs mit "keinem richtigen Bild" nach Hause käme. "Fragt man die Kinder, erzählen sie aber sehr genau, was sie in ihren Werken sehen", berichtete die Erzieherin.

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Die Wahrnehmung der kleinen Abstrakt-Künstler zählt demnach, nicht vorgefertigte Erwachsenenmeinung! In diesem Sinne verewigten die Kleinen beim Fest bei Hardrock- oder Klassiktönen auch ihre musikalische Stimmung auf Papier.

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Für die Kleinen gab es dabei einiges zu bestaunen und zu entdecken.  © Anke Brod

Den Kids Achtsamkeit vermitteln

In der Kita wurden einige Werke der kleinen Künstler ausgestellt.  © Anke Brod

Im "Forscherjahr 2026" geht es an der Russenstraße ebenso ums Wahrnehmen von Geräuschen, Gerüchen oder Geschmäckern. "Wir sensibilisieren die Kinder, kleineren Dingen nachzuspüren, wie beim Spaziergang Blüten zu riechen", erläuterte Stiller. Das solle perspektivisch zu Achtsamkeit und Innehalten im hektischen Alltag führen.  

Im Krippengarten war zudem der Tisch mit "Cyanotypie" - Kunst der blauen Bilder – umlagert, eine frühe Stufe der Fotoentwicklung. Dabei wurden etwa Pflanzen auf Blaufolie gelegt, UV-Strahlen ausgesetzt, um sich danach in einer Flüssigkeit in schöne Motive zu verwandeln.

An einem anderen Stand bauten Kinder Instrumente nach. Im Beisein von TAG24 bastelte Erzieherin Celin Schoppe (24) mit dem anderthalbjährigen Johannes hier gerade eine kleine Gitarre!

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"Ich finde es toll, wie das Team den Kindern kreativen Raum bietet", freute sich Ann Engelhardt (36) von der Geschäftsbereichsleitung Kinder, Jugend und Familie im DRK-Kreisverband Leipzig-Land e.V. Der Förderverein "Fuchsbau Leipzig"trug darüber hinaus zu einem rundum gelungenen Familien-Forscher-Fest bei!

Gute Nachrichten übrigens zu dem im Herbst abgebrannten Geräteschuppen: Das Material zum Wiederaufbau ist inzwischen da!

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