Leipzigs nervigste Kreuzung: Warum es hier ständig zu Staus kommt - und sich daran nichts ändert

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Leipzig - Immer wieder Staus, lange Wartezeiten und Stress, um doch noch über die Ampel zu kommen: Die Kreuzung Karl-Liebknecht-/Kurt-Eisner-Straße in der Leipziger Südvorstadt sorgt seit einigen Monaten für jede Menge Frust bei Verkehrsteilnehmern.

Die Kreuzung Karl-Liebknecht-/Kurt-Eisner-Straße in der Leipziger Südvorstadt sorgt seit einigen Monaten für jede Menge Frust bei Verkehrsteilnehmern.
Die Kreuzung Karl-Liebknecht-/Kurt-Eisner-Straße in der Leipziger Südvorstadt sorgt seit einigen Monaten für jede Menge Frust bei Verkehrsteilnehmern.  © Christian Grube

Grund dafür sind Veränderungen in der Verkehrsführung. Das Ziel: die Kreuzung sicherer machen.

Und das ist offenbar dringend notwendig! Denn wie sowohl das Mobilitäts- und Tiefbauamt (MTA) als auch die Polizei gegenüber TAG24 mitteilten, kam es auf der Kreuzung immer wieder zu Unfällen.

Polizeisprecher Tom Erik Richter zufolge registrierte dessen Behörde zwischen Januar 2022 und Dezember 2024 ganze 283 Unfälle auf der Karli. In 116 dieser Unfälle seien Fahrzeuginsassen zu Schaden gekommen.

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Knapp ein Viertel (24 Prozent) der Crashs sei auf Fehlverhalten durch die Fahrzeugführer zurückzuführen gewesen, die Hauptursache für Unfälle, die sich auf der Karli ereigneten.

In wiederum 15 Prozent dieser Fälle hätten Verkehrsteilnehmer den Sicherheitsabstand nicht eingehalten, gefolgt von Fehlern beim Spurwechsel (7 Prozent) und beim Wenden oder Rückwärtsfahren (ebenfalls 7 Prozent).

"Bei der Kreuzung Karl-Liebknecht-Straße/Kurt-Eisner Straße handelt es sich um eine Unfallhäufungsstelle", erklärt der Polizeisprecher.

Weil es auf der Kreuzung immer wieder zu Unfällen kam, hat die Stadt die Verkehrsführung verändert, um für mehr Sicherheit zu sorgen.
Weil es auf der Kreuzung immer wieder zu Unfällen kam, hat die Stadt die Verkehrsführung verändert, um für mehr Sicherheit zu sorgen.  © Christian Grube
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Fokus auf ÖPNV und Radverkehr

Im Fokus: ÖPNV und Radverkehr. Das Nachsehen hatten Autofahrer.
Im Fokus: ÖPNV und Radverkehr. Das Nachsehen hatten Autofahrer.  © Eric Mittmann

Um die Verkehrssicherheit wiederherzustellen, wurden sowohl Änderungen an der Straßenaufteilung als auch der Ampelschaltung vorgenommen.

"Dabei wurde der Fokus gemäß der mobilitätsstrategischen Ziele der Stadt darauf gelegt, den ÖPNV zu beschleunigen und die Radverkehrsführung zu verbessern", hieß es aus dem MTA.

Die Linksabbiegespuren mussten Radspuren weichen, zudem erhalten beide Fahrtrichtungen auf der Karli nun nacheinander Grün.

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Damit Autofahrer und Straßenbahnen nicht aneinandergeraten, mussten darüber hinaus auch die Trams aus der bisherigen Schaltung getrennt werden. "Um dies zu ermöglichen, mussten die an dieser Signalanlage insgesamt zur Verfügung stehenden Grünzeiten zugunsten des ÖPNV und zulasten des Kfz-Verkehrs umverteilt werden."

Und das nicht zu knapp! Stadteinwärts stehen Autofahrer zur Rushhour durch die Ampel mitunter bis zur Steinstraße - also etwa 350 Meter von der Kreuzung entfernt. Wer in dieser Zeit von der Scharnhorst- oder der Hardenbergstraße auf die Karl-Liebknecht-Straße will, muss ebenfalls warten.

Ab Samstag erübrigt sich das Problem glücklicherweise vorerst. Dann ist die Karli aufgrund von Bauarbeiten bis 28. September voll gesperrt.

Dass sich die Lage anschließend verbessert, ist jedoch zu bezweifeln. Laut Stadtverwaltung wurden seit Inbetriebnahme der neuen Steuerung bereits Optimierungen vorgenommen. Weitere Verbesserungen seien nicht möglich.

Titelfoto: Eric Mittmann

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