Leipzigs Polizei-Boss mittendrin: Hunderte Kinder übernehmen Stadtbibo! Was war da los?

Leipzig - Lautes Kinderlachen, Musik und jede Menge Gewusel: In Leipzigs Stadtbibliothek war am Mittwoch kein Durchkommen! Hunderte Kinder hatten das Bücherhaus an der Windmühlenstraße in Beschlag genommen. Der Grund: das 13. Lesefest in Leichter Sprache.

Bereits zum 13. Mal ludt Leipzigs Stadtbibliothek am Mittwoch zum "Lesefest in Leichter Sprache". Rund 200 Kinder und Jugendliche nahmen an dem Fest teil.  © Jan Kaefer

Und um diese spannenden Geschichte zu bieten, hatte sich einiges an Leipziger Prominenz versammelt! So erzählten Ingo Hertzsch von RB Leipzig und Maskottchen "Bulli" aufregende Fußballgeschichten. Sozialbürgermeisterin Dr. Martina Münch würdigte Helden des Alltags und Polizeipräsident René Demmler las unter anderem aus "Der Fahrraddieb".

Für den Chef der Leipziger Polizei war es längst nicht der erste "Einsatz" beim Lesefest. Seit 2021 ist Demmler bereits fester Bestandteil der Veranstaltung, die Teilnahme für ihn sozusagen Ehrensache.

Auch in diesem Jahr hatten sich zahlreiche kleine Lesefans versammelt, um Leipzigs oberstem Gesetzeshüter zuzuhören. Malereien auf einem Bildschirm ergänzten zusätzlich die Jagd nach dem Fahrraddieb. Als Demmler dann auch noch Handschellen zückte, während der Langfinger in der Geschichte festgenommen wurde, war das Staunen bei den Kindern der Lindenhofschule sowie der Schule Zweenfurther Straße groß!

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Bei der anschließenden Gesprächsrunde wurden die Handschellen natürlich direkt ausprobiert und der Polizeipräsident mit Fragen gelöchert. Wie viele Polizisten gibt es in Leipzig? Wie viele Diebe hat er schon eingefangen? Gibt es bei der Polizei auch Flugzeuge? Die Neugierde war groß!

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Leipzigs Polizeipräsident René Demmler bei seiner Leserunde. Seit 2021 ist der Chef der Messestadt-Polizei fester Bestandteil des Lesefests.  © Jan Kaefer

Besondere Ehrung für "Universität für alle"-Geschichte

Ebenfalls dabei: Ingo Hertzsch von RB Leipzig und Maskottchen "Bulli".  © Jan Kaefer

Rund 200 Kinder und Jugendliche Leipziger Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung und Lernen nahmen am Mittwoch an dem Lesefest teil. Die Geschichten waren in Leichter Sprache gehalten, also in einfachen Worten und kurzen Sätzen verfasst, oftmals ergänzt durch Bild und Ton. Das Thema in diesem Jahr: Berufe.

Wie in den Vorjahren wurden zu Beginn die Gewinner eines Schreibwettbewerbs gekürt, bei dem die Kinder der teilnehmenden Schulen mitmachen konnten. Das Motto: "Was ich einmal werden möchte".

Eine besondere Ehrung erhielt dabei Schülerin Sophie Ring mit ihrer Geschichte "Universität für alle", in der sie von einer Uni träumte, an der auch Menschen mit Lernbehinderung lernen können.

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"Ich finde, jedes Kind sollte eine Chance bekommen, auch die, die etwas langsamer lernen", so die Schülerin in ihrer Geschichte, die von Professoren der Universität Leipzig ausgezeichnet und für die sie nun an die Uni eingeladen wurde.

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