Leipzig - Unweit des Innenstadtrings im Zentrum-West sind in den vergangenen Tagen bauliche Veränderungen im öffentlichen Bereich vorgenommen worden. TAG24 weiß, welche Funktion die dreieckigen Vorrichtungen haben.
Im Bereich der Norma-Filiale in der Otto-Schill-Straße hat sich nahezu täglich ein festes Grüppchen eingefunden, um auf steinernen Begrenzungsmauern alkoholische Getränke zu konsumieren und über den Alltag zu erzählen.
Offenbar auch durchaus lautstark.
Zurück blieben nicht selten leere Bierflaschen und Verpackungen, die "seit mehreren Jahren für Mieter- und Anwohnerbeschwerden" gesorgt habe, teilte Samira Sachse, Sprecherin der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) auf TAG24-Anfrage mit.
"Teilweise haben sich die Bewohner nicht nur belästigt, sondern auch bedroht gefühlt beim Betreten oder Verlassen des Hauses."
Der Leipziger Großvermieter habe die Hinweise "sehr ernst genommen und immer wieder versucht, ein besseres Miteinander am Dorotheenplatz zu organisieren", so Sachse.
So seien Bürgerpolizisten, Ordnungsamt, Streetworker und das LWB-Sozialmanagement tätig geworden - offenbar ohne nachhaltigen Erfolg.
Erste Blech-Installationen führten nicht zu gewünschtem Erfolg
Es habe schon vor geraumer Zeit eine Anbringung von Blechen im Bereich Dorotheenplatz/Otto-Schill-Straße stattgefunden, was sie Situation verbessert, aber nicht komplett aufgelöst habe.
Seit etwa einem Jahr gibt es erneut massive Beschwerden der LWB-Mieter und anderer Anwohner.
"Deshalb wurde sich für eine Erweiterung der bereits vorhandenen Blech-Installation entschieden", so die LWB-Sprecherin abschließend.
Tatsächlich ist in den vergangenen Tagen erkennbar, dass die beschriebenen Probleme in diesem Bereich abgenommen haben.
Es bleibt offen, ob sich die Szenerie dadurch nicht einfach räumlich auf ein anderes Gebiet verlagert.