Leipzig - Bis zu 4000 Mal wurde sie im Monat genutzt, doch Ende 2025 war Schluss damit: Pünktlich zum Jahreswechsel wurde die öffentliche Toilette im Lene-Voigt-Park abgebaut. Seitdem stellt sich die Frage, wie es mit dem stillen Örtchen in dem Leipziger Park weitergehen soll. Nun lieferte die Stadt Antworten - samt guter Neuigkeiten.
So sei inzwischen beabsichtigt, zum 1. März 2026 erneut eine semi-stationäre Trockentrenntoilette mit mindestens barrierefreier Ausstattung im Lene-Voigt-Park bereitzustellen. Besser noch: Diese will die Stadt denn auch so lange betreiben, "bis die dauerhafte und rein kommunale Versorgung praktisch umgesetzt werden kann", hieß es.
Das zunächst existierende Trockenklo wurde im November 2023 im Zuge eines Pilot-Projektes im Lene-Voigt-Park errichtet. Um dem hohen Bedarf nachzukommen, folgte im Sommer 2024 ein zweites stilles Örtchen, welches jedoch im Dezember desselben Jahres durch einen Brand zerstört wurde.
Toilette Nummer eins tat indes weiter ihren Dienst und erfreute sich dabei großer Beliebtheit. Laut Stadtverwaltung zählte die Sanitäranlage bis zu 4000 Nutzungen im Monat.
Dass sie dessen zum Trotz abgebaut wurde, sei schlichtweg dem Fakt geschuldet, dass der Vertrag über die Anmietung und Bewirtschaftung der Toilette Ende 2025 auslief.
Im ursprünglichen Doppelhaushalt 2025/26 seien keine Mittel für eine weitere Nutzung eingeplant gewesen.
Interimslösung kostet Stadt circa 100.000 Euro pro Jahr
Die Stadtverwaltung sei aktuell dabei, dass im März 2025 beschlossene Toilettenkonzept umzusetzen und zu bearbeiten. Dieses sieht unter anderem den Bau einer Toilettenanlage im Lene-Voigt-Park vor.
Wann damit zu rechnen ist, könne aktuell noch nicht gesagt werden. Die Stadt versprach in ihrer Antwort an die SPD jedoch: "Sobald alle organisatorischen Strukturen in entsprechendem Maße aufgebaut worden sind und der Erwerb abgeschlossen ist, erhält der Lene-Voigt-Park als erster Standort dauerhaft eine barrierefreie Sanitäranlage."
Nach den bisherigen Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre werde eine Interimslösung die Stadt circa 100.000 Euro pro Jahr kosten. Inbegriffen sind darin die Bereitstellung einer barrierearmen Kabine sowie einer zusätzlichen Einzelkabine während der stark frequentierten Sommermonate.
Die nächstgelegenen öffentlichen Toiletten zum Lene-Voigt-Park befinden sich laut Stadtverwaltung an der Konradstraße sowie im Friedenspark an der Philipp-Rosenthal-Straße. Entfernung: etwa 1,6 Kilometer.