Leipzig - Während die Zahl der Einwohner in anderen Großstädten stagniert, konnte Leipzig auch im vergangenen Jahr ein Wachstum verbuchen.
Wie aus dem städtischen Einwohnermelderegister zum 31. Dezember 2025 hervorgeht, leben derzeit 633.592 Menschen in Leipzig.
Damit zähle die Messestadt 2025 zu einer immer kleiner werdenden Gruppe an Großstädten, die aktuell noch ein Wachstum erfahren, so die Stadt. Neben Chemnitz und Dresden, die beispielsweise eher einen Rückgang verzeichneten, falle man somit auch im sächsischen Vergleich positiv auf.
Um 65.746 Personen ist Leipzigs Einwohnerzahl in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Zwischen 2011 und 2024 machte diese Zunahme die sächsische Metropole bundesweit zur wachstumsstärksten Stadt mit mehr als 500.000 Einwohnern.
Mit einem Anstieg von 1030 Personen verzeichnete Leipzig 2025 nun den geringsten Anstieg seit 2002.
Geburtenrückgang und Sterberate: Deswegen stagniert Leipzigs Einwohnerzahl
Schuld daran sei unter anderem der Geburtenrückgang. So bekam eine Frau 2025 durchschnittlich nur noch 0,90 Kinder, der niedrigste Wert seit 1997. Mit 4458 Geburten begrüßte Leipzig 7,5 Prozent weniger Babys als im Vorjahr.
Ein weiterer Faktor sei die Zahl der Sterbefälle. Nach zwei Jahren überschritt Leipzig im vergangenen Jahr wieder die 7000-Marke mit 59 zusätzlichen Todesfällen.
Zuletzt habe man diese Grenze in den Pandemiejahren 2021 und 2022 übertroffen. Insgesamt ergebe sich daraus ein Sterbefallüberschuss von 2601 Menschen.
Auch im Hinblick auf Weg- und Zuzüge sank der Überschuss von 5887 im Vorjahr auf nunmehr noch 4057 Personen. Insgesamt lebe die Bevölkerung in 365.382 Haushalten. Mehr als die Hälfte davon seien Singlehaushalte, ein Viertel Pärchenwohnungen.