PCs, Bar, Apartments: Leipzigs erster Games Hub ist nicht nur für Zocker ein Traum
Leipzig - Mit zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft feierte der R42 Games Hub in Leipzig am Mittwoch seinen großen Startschuss. Auf fast 2000 Quadratmetern soll der Raum im Herzen der Messestadt Platz für alle Bereiche der Gaming-Branche bieten. Dabei wird schnell klar: Hier kommen nicht nur Hardcore-Zocker auf ihre Kosten.
Doch auch an diese wurde gedacht. So findet sich in der ersten Etage des R42 ein öffentlich zugänglicher Gaming-Bereich mit modernstem PC-Setup und Arcade-Stationen, samt Garderobe für besonders schwitzige Runden.
Doch nicht nur das Zocken selbst steht in Sachsens erstem Games Hub im Vordergrund. Vielmehr deckt das R42 alle Bereiche des modernen Gamings ab: Es gibt rund 70 Coworking-Plätze, um gemeinsam Ideen zu entwickeln. In einem professionellen Produktionsstudio kann das nächste Streaming-Format entstehen.
In der voll ausgestatteten Bar42 samt Küche können Branchenvertreter zum Netzwerken zusammenkommen und wer einmal länger bleiben möchte, kommt in einem von drei Apartments unter.
"Wir wollen der Games-Branche ein Zuhause geben", sagte R42-Gründer und Geschäftsführer Christopher Siebenhüner bei den Feierlichkeiten am Mittwoch. Sieben Jahre sei es inzwischen her, seit er und seine Mitstreiter das Projekt starteten. Neben dem Start des R42 wurde am Mittwoch auch die Gründung des Unternehmensverbands Digitalwirtschaft Sachsen gefeiert.
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"Wollen Spitzenposition ausbauen": auch MP Kretschmer bei Eröffnung dabei
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU), der ebenfalls zum Start des Games Hub gekommen war, erklärte während des Events, dass Leipzig bereits heute das Zentrum der mitteldeutschen Gaming-Branche sei. "Wir wollen diese Spitzenposition ausbauen – durch mehr Gründungen und die Ansiedlung von Start-ups aus ganz Deutschland in der Messestadt."
Mit dem R42 Games Hub in Leipzig würden Innovationen aus dem Gaming-Bereich beschleunigt, Geschäftsmodelle zur Skalierung gebracht und hoch qualifizierte Fachkräfte in der Region gebunden, so der Ministerpräsident. "Gaming ist längst kein Nischenmarkt mehr, sondern Innovationstreiber, Hightech-Sektor und Wachstumsmotor"
Maren Raabe, Leiterin Politische Kommunikation des Verbands der deutschen Games-Branche, betonte während einer Podiumsdiskussion das enorme Potenzial der Industrie. "Wichtig ist es, offen zu sein", sagte sie.
Titelfoto: Montage: Christian Grube
